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	<title>Trotzendorff &#187; Wirtschaft</title>
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		<title>Barbie captures Lego City</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="small-videos alignleft"><iframe width="300" height="182" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/CrmRxGLn0Bk?rel=0&#38;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><p class="wp-caption-text">Via <a href="http://hanhaiwen.soup.io/post/228207356/LEGO-Gender-Part-1-Lego-Friends-Feminist" title="Link zu hanhaiwen's soup">hanhaiwen's soup</a></p></div><p>What? The? Fuck?!</p> <a href="http://www.trotzendorff.de/2012/02/02/barbie-captures-lego-city/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>What? The? Fuck?!</p>
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		<title>Wor&#252;ber wir (nicht) streiten</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 16:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine <a href="http://www.sendungen.sf.tv/sternstunden/Nachrichten/Archiv/2011/06/20/sternstundeneinzel/Sternstunde-Philosophie-vom-26.-Juni-2011" title="Link zur Sendung">großartige Sendung vom 26. Juni</a> mit Thea Dorn. Es geht um Politik und die Überwindung traditioneller Denkmuster, um gesellschaftlichen Fortschritt und zeitgemäßen Feminismus, und um eine Form des Humanismus, die Dorn seit Jahren propagiert und verteidigt. Nach wie vor einer der klügsten Köpfe dieses Landes, würde ich sagen. <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/07/04/woruber-wir-nicht-streiten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft"><object data="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/37c57c9e-bd7c-49ad-9c9a-880f6b57f76e" type="application/x-shockwave-flash" style="width:300px;height:175px"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/37c57c9e-bd7c-49ad-9c9a-880f6b57f76e"/><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /></object></div>
<p>Eine <a href="http://www.sendungen.sf.tv/sternstunden/Nachrichten/Archiv/2011/06/20/sternstundeneinzel/Sternstunde-Philosophie-vom-26.-Juni-2011" title="Link zur Sendung">gro&szlig;artige Sendung vom 26. Juni</a> mit Thea Dorn. Es geht um Politik und die &Uuml;berwindung traditioneller Denkmuster, um gesellschaftlichen Fortschritt und zeitgem&auml;&szlig;en Feminismus, und um eine Form des Humanismus, die Dorn seit Jahren propagiert und verteidigt. Nach wie vor einer der kl&uuml;gsten K&ouml;pfe dieses Landes, w&uuml;rde ich sagen.</p>
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		<title>Steig aus!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 16:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[»Ich bin 36 Jahre alt. Das ist jetzt die dritte Kernschmelze, die ich erlebe. Wie viele denn noch?«, <a href="http://twitter.com/#!/larsreineke/status/46531848377085953" title="Link zu Twitter">twitterte Lars Reineke</a> heute Nachmittag, doch zumindest von deutschen Politikern hört man derzeit fast ausschließlich hohle Phrasen. Vor dem Hintergrund der <a href="http://news.google.de/news/search?aq=0z&#038;pz=1&#038;cf=all&#038;ned=de&#038;hl=de&#038;q=japan+atomkraftwerk&#038;oq=japan" title="Link zu Google News">Ereignisse in Japan</a> klingelt einem das Wort »Laufzeitverlängerung« noch lauter in den Ohren als sonst schon, und in der aktuell wieder aufflammenden Debatte um erneuerbare Energien wehen einem als Hauptargument für atomaren Strom immer wieder die Kosten um die Ohren. Und doch gibt es für jeden Einzelnen die Möglichkeit, etwas zu tun. <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/03/12/steig-aus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft"><img class="rounded-corners" src="http://www.trotzendorff.de/wp-content/uploads/2011/03/windkraft.jpg" alt="" title="Windkraft" width="300" height="225" class="alignnone size-full wp-image-7806" />
<p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com" title="Link zu flickr">flickr</a> | <a href="http://www.flickr.com/photos/therussiansarehere/" title="Link zum flickr-Profil von the russians are here">the russians are here</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" title="Link zur CC-Lizenz">cc-by-2.0</a>)&nbsp;</p>
</div>
<p>&raquo;Ich bin 36 Jahre alt. Das ist jetzt die dritte Kernschmelze, die ich erlebe. Wie viele denn noch?&laquo;, <a href="http://twitter.com/#!/larsreineke/status/46531848377085953" title="Link zu Twitter">twitterte Lars Reineke</a> heute Nachmittag, doch zumindest von deutschen Politikern h&ouml;rt man derzeit fast ausschlie&szlig;lich hohle Phrasen. Vor dem Hintergrund der <a href="http://news.google.de/news/search?aq=0z&#038;pz=1&#038;cf=all&#038;ned=de&#038;hl=de&#038;q=japan+atomkraftwerk&#038;oq=japan" title="Link zu Google News">Ereignisse in Japan</a> klingelt einem das Wort &raquo;Laufzeitverl&auml;ngerung&laquo; noch lauter in den Ohren als sonst schon, und in der aktuell wieder aufflammenden Debatte um erneuerbare Energien wehen einem als Hauptargument f&uuml;r atomaren Strom immer wieder die Kosten um die Ohren. Und doch gibt es f&uuml;r jeden Einzelnen die M&ouml;glichkeit, etwas zu tun. Anja alias <a href="http://www.twitter.com/3x3ist6" title="Link zu Twitter">@3&times;3ist6</a> zum Beispiel hatte heute eine tolle Idee: Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Pr&auml;mie, die viele &Ouml;kostromanbieter f&uuml;r Neukunden auszahlen, als Spende nach Japan &uuml;berweisen? Dieser Idee schlie&szlig;e ich mich an, gerne und aus &Uuml;berzeugung. Immerhin 20 Euro schenkt mir die Firma <a href="http://lichtblick.de" title="Link zu Lichtblick">Lichtblick</a> f&uuml;r jeden geworbenen Kunden, und falls die Japaner tats&auml;chlich keine Spenden brauchen (was man abwarten sollte) oder einer der vielleicht Geworbenen der Meinung sein, es gebe sinnvollere Wege, dieses Geld zu investieren: Projekte, die sich um erneuerbare Energien k&uuml;mmern, finden sich zuhauf, und ich bin offen f&uuml;r jeden Vorschlag. &Uuml;brigens: Seinen Stromanlieferanten zu wechseln, ist alles andere als Hexenwerk. Nach erteiltem Auftrag k&uuml;mmert sich der neue Anbieter in der Regel um alle Formalit&auml;ten, er &uuml;bernimmt die K&uuml;ndigung des alten Vertrages, h&ouml;chstens der Z&auml;hler muss vom Kunden noch einmal abgelesen werden. Einfacher geht es kaum. Also: Wer <a href="http://lichtblick.de/h/herkunft_334.php" title="Link zu Lichtblick">sauberen, atom&#8209; und kohlefreien Strom</a> nutzen m&ouml;chte, schickt mir einfach eine Mail mit seinem Namen an <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup;uspu{foepsggAnf/dpn');" title="E-Mail schreiben">trotzendorff [at] me.com</a> oder hinterl&auml;sst Namen und E-Mail-Adresse in den Kommentaren und ich leite diese an Lichtblick weiter. Einen Nachweis &uuml;ber die erfolgte Spende liefere ich auf Wunsch gerne nach.</p>
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		<title>&#187;Trends sind nicht nachhaltig&#171;</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 19:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Bekleidungs-Label <a href="http://manomama.de/" title="Link zu manomama">»manomama«</a> hat Sina Trinkwalder sich einen Namen gemacht &#8212; als nahbare Unternehmerin, Verfechterin der Nachhaltigkeit und Vorbild in Sachen Transparenz und Ehrlichkeit. Grund genug, Sie um ein Interview zu bitten. Also haben wir uns verabredet, um über ihre Arbeit, die Großen der Branche und Produktnamen wie »Förtroende« oder »Keyakinan« zu sprechen. Als ich sie anrufe, liegt Sina gerade in der Badewanne. Eine Stunde später hat sie schrumpelige Finger und ich eine etwas besser Vorstellung davon, was sie antreibt. Ein Gespräch über die Schwierigkeit, ökologische Bekleidung trotz Reißverschlüssen zu produzieren, »budgetsensitive« Schwaben und den Unterschied zwischen sooooooohhhh!- und dahhhhhhhhh!-Tagen. <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/02/08/%c2%bbtrends-sind-nicht-nachhaltig%c2%ab/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft"><img class="rounded-corners" src="/wp-content/uploads/2011/01/manomama_01_small.jpg" title="Sinja Trinkwalder &mdash; Gründerin von manomama" alt="Sinja Trinkwalder" />
<p class="wp-caption-text">Fotos: &copy; manomama (<a href="/wp-content/uploads/2011/01/manomama_01.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7726];player=img;"">Lightbox</a>)</p>
</div>
<p>Mit dem Bekleidungs-Label <a href="http://manomama.de/" title="Link zu manomama">&raquo;manomama&laquo;</a> hat Sina Trinkwalder sich einen Namen gemacht &mdash; als nahbare Unternehmerin, Verfechterin der Nachhaltigkeit und Vorbild in Sachen Transparenz und Ehrlichkeit. Grund genug, Sie um ein Interview zu bitten. Also haben wir uns verabredet, um &uuml;ber ihre Arbeit, die Gro&szlig;en der Branche und Produktnamen wie &raquo;F&ouml;rtroende&laquo; oder &raquo;Keyakinan&laquo; zu sprechen. Als ich sie anrufe, liegt Sina gerade in der Badewanne. Eine Stunde sp&auml;ter hat sie schrumpelige Finger und ich eine etwas besser Vorstellung davon, was sie antreibt. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die Schwierigkeit, &ouml;kologische Bekleidung trotz Rei&szlig;verschl&uuml;ssen zu produzieren, &raquo;budgetsensitive&laquo; Schwaben und den Unterschied zwischen sooooooohhhh!- und dahhhhhhhhh!-Tagen.<span id="more-7726"></span>
<p>Trotzendorff: Laut Facebook war das heute f&uuml;r Dich ein sooooooohhhh!-Tag, einer von den Guten. Was muss ein Tag haben, damit er das wird&#160;&#8211; und kein dahhhhhhhhh!-Tag?</p>
<p><i>Sina: (lacht) Oh, da liest einer wirklich meine Sachen. Ein So-Tag ist eine Aneinanderreihung positiver Erlebnisse, und die h&auml;ngen komplett zusammen mit dem Wiederaufbau der textilen Infrastruktur in Deutschland.</i></p>
<p>Und ein Dah-Tag?</p>
<p><i>Ein Dah-Tag ist, wenn ich auf Ignoranz sto&szlig;e, wenn ich mir den Mund fusslig reden muss und Leute trotzdem nicht &uuml;berzeugen kann. Ein Dah-Tag kann aber auch sein, dass ich in eine Idee viel Zeit oder Geld investiert habe, und sie trotzdem fehlschl&auml;gt. Da ist dann so ein dahhhhhhhhh!-Tag. (lacht) Wo ich am liebsten schreien w&uuml;rde.</i></p>
<p>Du teilst auf <a href="http://twitter.com/#!/manomama" title="Link zum Twitter-Account von manomama">Twitter</a> und <a href="https://www.facebook.com/manomama" title="Link zur Facebook-Seite von manomama">Facebook</a> recht viele Deiner Emotionen, und man wird den Eindruck nicht los, Dein Alltag sei ein Auf und Ab, st&auml;ndig pendelst Du zwischen Euphorie und Ern&uuml;chterung&#160;&#8230;</p>
<p><i>Ja. (lacht) Das kann sich innerhalb von Minuten &auml;ndern, das hat aber nichts mit einer hormongeschw&auml;ngerten 33-J&auml;hrigen zu tun, sondern damit, dass ich an ganz vielen Baustellen arbeite. Wir machen bei manomama alles selber, es ist ja nicht so, dass wir nur ein bisschen Schnitt machen oder ein bisschen Farben aussuchen. Ich habe die komplette Kette davor, vom Garn und Zwirn &uuml;ber die F&auml;rbereien und die Rohwaren, all die Geschichten, und da kann das ganz schnell wechseln zwischen &raquo;Juhu!&laquo; und &raquo;Jupidei&laquo; und &raquo;Ach, Schei&szlig;e!&laquo;.</i></p>
<p>Deine virtuelle Offenheit hat auch ihre Nachteile. Einige Zeit lang gab es so etwas wie einen Stalker oder Troll, der Dir das Leben online nicht gerade leichter gemacht hat&#160;&#8230;</p>
<p><i>Die gibt es immer wieder und die gibt es in verschiedenen Stufen. Es gibt Leute, denen du nichts recht machen kannst, in meinen Augen einfach &auml;u&szlig;erst unzufriedene Menschen, die Social Media dazu nutzen, ihre schlechte Laune zu verbreiten, die &uuml;ber andere Leute reden, weil sie &uuml;ber selbst nichts sagen k&ouml;nnen. Diese Kategorie finde ich mittlerweile recht am&uuml;sant, denn wenn du sie mit Ignoranz strafst, triffst du sie am meisten. Die andere Kategorie, und da hatte ich einen Fall, sind die Stalker, die dir vehement nachstellen, dich in Teilen auch bedrohen, und das ist ein klarer Fall f&uuml;r die Staatsanwaltschaft.</i></p>
<p>Du propagierst mit manomama so etwas wie einen Lebensstil. Wie konsequent l&auml;sst sich der wirklich leben?</p>
<p><i>Das ist eigentlich weit mehr als ein Lebensstil, das ist eine Grundhaltung. Und ich bin der Meinung, dass man mit unseren Ressourcen schlicht schonend umgehen muss und versuche das auch nach bestem Wissen und Gewissen durchzuziehen. Nat&uuml;rlich ist das nicht in allen Bereichen erf&uuml;llbar. Ich habe beispielsweise nach einem Dreivierteljahr ohne Auto gesehen, dass das einfach nicht geht. Ich kann aber sagen, dass ich es ernsthaft versucht habe, und jetzt muss ich eben gucken, was das kleinste &Uuml;bel ist. Und auch in der Produktion kommen wir manchmal an einen solchen Punkt.</i></p>
<p>Hast Du da ein Beispiel parat?</p>
<p><i>Ein Rei&szlig;verschluss. Es gibt keine bessere L&ouml;sung, ein Kleidungsst&uuml;ck zu schlie&szlig;en, es gibt aber zum heutigen Zeitpunkt auch keine &ouml;kologisch sinnvolle Alternative. Aber &mdash; wir arbeiten daran.</i></p>
<p>Und wenn ich Dir jetzt mit Adorno komme&#160;&#8230;? Es gibt kein richtiges Leben im Falschen? Immerhin steht auf der Homepage Deiner Agentur auch der Satz: &raquo;Es gibt keine Entschuldigung f&uuml;r Kompromisse.&laquo;</p>
<p><i>Gibt es auch nicht. Ein Kompromiss w&auml;re zu sagen: Moment, wir nehmen Rei&szlig;verschl&uuml;sse aus unseren Tests. Wir haben n&auml;mlich schon Versuche gemacht auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Aber: Die halten einfach nicht lange. Und deshalb steht die Qualit&auml;t an vorderster Stelle. Wenn der Rei&szlig;verschluss nach f&uuml;nfmal &Ouml;ffnen kaputt ist, ist das f&uuml;r mich nicht mehr nachhaltig. Das jetzt ist f&uuml;r mich die L&ouml;sung zum aktuellen Zeitpunkt, in f&uuml;nf Jahren sehen die Dinge ganz anders aus. Aber zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine andere L&ouml;sung, und dessen kann ich mir sehr bewusst sein, sonst h&auml;tte ich sie gefunden. (lacht)</i></p>
<p>Wie konsequent bist Du selbst? Bei wie vielen der Dinge, die Dich t&auml;glich umgeben, wei&szlig;t Du, wo sie herkommen und wie sie produziert worden sind?</p>
<p><i>Um ehrlich zu sein, habe ich nicht viel und brauche nicht arg viel. Da geht es in erster Linie um Lebensmittel, da kaufe ich zu 90 Prozent in unserem Bioladen ein oder bei einer Biokette, wenn es mal nach 18 Uhr ist. Und wenn ich da wirklich nicht rauskomme, dann bin ich auch so ehrlich und springe in den Discounter, wenn mir noch ein Kilo Mehl fehlt, bevor ich drei Kilometer mit dem Auto zum Bioladen fahre. Bei Kosmetik habe ich auch Naturkosmetik, wobei ich da auch nicht gerade viel brauche, und dann sind wir eigentlich schon ziemlich weit. Klamotten hole ich mir von mir&#160;&#8230; (lacht)</i></p>
<p>Auf der Seite Deiner Agentur stehen au&szlig;erdem die S&auml;tze &raquo;Wir sind ein Familienbetrieb.&laquo; und &raquo;Wir sind Schwaben.&laquo; Gilt das auch f&uuml;r manomama?</p>
<p><i>Zum einen sind wir ebenso ein Familienbetrieb, denn das hat nichts damit zu tun, ob die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer miteinander verheiratet sind oder die Mitarbeiter verschw&auml;gert. Es geht um die Grundhaltung gegen&uuml;ber dem Anderen. Familie sind Menschen, die, auch wenn es mal Streit gibt, sehr respektvoll miteinander umgehen, und die gut auch auf engem Raum miteinander auskommen. Und das Wichtigste ist, dass man f&uuml;reinander einsteht.</i></p>
<p>Und wie wichtig ist das mit den Schwaben?</p>
<p><i>Schwaben waren schon immer T&uuml;ftler. Schwaben waren immer budgetsensitiv, investieren also ihr Geld sinnvoll und sorgf&auml;ltig. Und Schwaben waren und sind nicht immer die Trendbewusstesten. Es gibt diesen sch&ouml;nen Spruch: Nicht mit der Zeit zu gehen, ist mir ihr zu gehen. Wir machen ja auch keine Mode, kein Fashion, wir machen Bekleidung. Mann muss nicht jedem Trend hinterherhecheln, denn Trends sind nicht nachhaltig. Du wirst bei auch nie einen Fummel sehen, den du sechs Wochen anziehen kannst, und dann kommt die n&auml;chste Kollektion. Alles v&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn. Fr&uuml;her musstest du Hungrige stillen, heute musst du Satte hungrig machen. Es braucht kein Mensch alle zwei Wochen eine komplett neue Garderobe, wie es viele Ketten propagieren. Ungeachtet der Giftstoffe, der Transporte und CO<sub>2</sub> geht es um die Wertsch&auml;tzung von Arbeit. Und die Arbeit, die in ein Kleidungsst&uuml;ck gesteckt wird, das drei Wochen halten soll, und die f&uuml;r eins, das zwei Jahre halten soll, ist die gleiche. Nur sind die Kunden nat&uuml;rlich nicht bereit, f&uuml;r einen Modefummel, der drei Wochen halten soll, 50 Euro auszugeben. W&auml;re ich auch nicht. Der Verlierer ist immer der Produzent, in dem Fall: der Mensch, der an der N&auml;hmaschine sitzt.</i></p>
<p>Jetzt darf ich es ja nicht Modedesign nennen, dann nenne ich es eben Schneidern. Das hast Du Dir selbst beigebracht. Hei&szlig;t das, so etwas wie manomama kann jeder auf die Beine stellen?</p>
<p><i>Nein. Das kann jeder, der sich aus Geld nichts macht, vor allem nicht aus dem eigenen, weil er das n&auml;mlich investieren muss, wenn er keine Bank findet, die ihm etwas gibt. Das kann jeder auf die Beine stellen, der von seinen Eltern respektive vom lieben Gott eine gute Portion Talent und vor allen Dingen Dickk&ouml;pfigkeit mitbekommen hat. Das Motto &raquo;Geht nicht, gibt&#8217;s nicht&laquo; muss dich dein Leben lang begleiten, sonst scheiterst du nach drei Wochen. Zumindest in der Konsequenz, wie ich manomama mache. Ein normales gr&uuml;nes &Ouml;ko-Label machen kann jeder machen. Aber das ist f&uuml;r mich vor allem keine &ouml;kosoziale Bekleidung.</i></p>
<p>Wie unterscheidet sich diese Bekleidung von Eurer?</p>
<p><i>Bei uns ist alles &ouml;kologisch, und bei klassischer gr&uuml;ner Mode wird nach dem sogenannten Textilkennzeichnungsgesetz gearbeitet, und das besagt, du darfst gr&uuml;ne Mode dann gr&uuml;ne Mode nennen, wenn der Stoff bio ist. Der N&auml;hfaden muss nicht bio sein, die ganzen Zutaten m&uuml;ssen nicht bio sein. Vom fairen Aspekt ganz zu Schweigen. Und dann, das muss man ganz ehrlich sagen, macht es keinen Sinn. Das ist in meinen Augen Kundenverarsche.</i></p>
<p>Aber immerhin hat es diese gr&uuml;ne Mode bis in die ganz gro&szlig;en Ketten geschafft, auch H&amp;M hat inzwischen eine Organic-Cotton-Linie&#160;&#8230;</p>
<p><i>Aber das ist ja oftmals gar nicht Organic Cotton, das ist ja alles Bl&ouml;dsinn. Da steht gerne mal Organic Cotton darauf und darunter ganz klein &raquo;Mix&laquo;. Mehr Ehrlichkeit t&auml;te da sehr gut. Auch sch&ouml;n war die Sache mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kettfaden" title="Link zu Wikipedia">Kette</a> und dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schussfaden" title="Link zu Wikipedia">Schuss</a>: Im Schuss wird Biobaumwolle gefahren, in der Kette lassen wir konventionelle. W&uuml;rde ja richtig Geld kosten, einen eigenen Bio-Baumwoll-Kettbaum zu machen. Wir machen das. Entweder gescheit oder gar nicht. (lacht)</i></p>
<p>Aber die Leute glauben doch, dass Organic Cotton auch Organic Cotton ist.</p>
<p><i>Ja, nat&uuml;rlich glauben sie es. Darauf zielen ja die Labels ab. Es gibt so viele Missverst&auml;ndnisse. Das gr&ouml;&szlig;te ist, das C&amp;A den Nachhaltigkeitspreis bekommen hat, weil sie Biobaumwolle einsetzen. Im gleichen Atemzug steht C&amp;A aber auch im Schwarzbuch der Markenfirmen f&uuml;r absolut unmenschliche Bedingungen in ihren N&auml;hereien. Macht aber nichts, das verschweigt man ganz gerne. Ein anderes Beispiel ist Pflanzenf&auml;rbung. Ich war auch der Meinung, ich m&uuml;sste das nutzen. Aber man braucht erst einmal eine Unmenge an Platz, um diese Pflanzen anzubauen. Dar&uuml;ber hinaus braucht man unendlich viel Energie und Chemikalien, um das Pigment aus der Pflanze zu isolieren: Aluminiumsalze, Natriumdidionit, lauter Zeug, das die Welt nicht sehen will. Und dann ist die Waschechtheit auch noch wirklich mager im Vergleich zu synthetischer F&auml;rbung, und man braucht auch noch das Zehnfache an Wasser.</i></p>
<p>Nun k&ouml;nnte man ja meinen, die gro&szlig;en Labels bereiteten kleinen Firmen wie manomama den Weg mit ihrer gr&uuml;nen Mode und erleichterten ihnen die Arbeit. Ich w&uuml;rde jedoch sagen, es ist genau umgekehrt, oder?</p>
<p><i>Ja, es ist genau umgekehrt. Es ist aber doch immer umgekehrt. Wie im Autobau: Die kleinen T&uuml;ftler schaffen Inspiration und L&ouml;sungen, die gro&szlig;en bauen es mit geballter Power nach.</i></p>
<p>Und dennoch nehmen sie damit den Kleinen ein St&uuml;ck Aufmerksamkeit&#160;&#8230;</p>
<p><i>Das tun sie immer. Die Kleinen haben schlicht nicht die Kraft, so in einen Markt zu schreien, wie ein Gro&szlig;er. Es gibt Gro&szlig;e, Etablierte, die sehr friedlich in Koexistenz mit den Kleinen leben. Es gibt bei uns sogar zwei Gro&szlig;e, mit denen wir ein nahezu freundschaftliches Verh&auml;ltnis pflegen. Das sind dann aber meistens die, die es auch im gro&szlig;en Stil relativ &ouml;kologisch meinen. Dass die nicht so radikal, regional und &ouml;kologisch agieren k&ouml;nnen wie manomama, ist doch ganz klar. Da muss der Konsument auch mal einen Strich drunter machen. Wir hatten eben das Gl&uuml;ck, dass wir von Null anfangen konnten und von vornherein Transparenz ganz gro&szlig; geschrieben haben. In einem gro&szlig;en Unternehmen wirst du nie die M&ouml;glichkeit haben, von heute auf morgen Transparenz zu schaffen.</i></p>
<p>Das hei&szlig;t, du willst nicht missionieren?</p>
<p><i>Nein, will ich nicht. Es gibt auch Kunden, die uns schreiben, wir w&auml;ren so radikal. Andere k&ouml;nnen mit unserer Transparenz und Ehrlichkeit, schlicht mit der Art Wirtschaft, einfach nicht umgehen und reden es schlecht. Und da denke ich immer: Du musst das doch nicht kaufen. Lass es doch! Kauf Deine T-Shirts doch, wo Du m&ouml;chtest. Wenn ein Mensch versteht, warum wir manomama machen, wird er automatisch zu einem Kunden. Weil er begriffen hat, dass wir eben keine Mode machen, dass wir eben nicht aus reinen Profitgr&uuml;nden arbeiten. Nat&uuml;rlich m&ouml;chte ich irgendwann auch eine Null schreiben, und ich f&auml;nde es auch richtig klasse, wenn ich 2014 Gehalt &uuml;berwiesen bek&auml;me&#160;&#8230;</i></p>
<p>Immerhin hat manomama dieser Tage gerade seine 1000. Bestellung gehabt&#160;&#8230;</p>
<p><i>Das stimmt. Und das Lustige ist, und das hat mich total gefreut: Diese Bestellung kam von einer Offlinerin. Und weil wir gesagt haben, die 1000. Bestellung geht shoppen for free, habe ich extra gefragt, ob die Dame einen Twitternamen hat oder ob sie auf Facebook sei. Aber sie sagte: &raquo;Nee, ich hab das in der Zeitung gelesen.&laquo; Wir gehen also langsam den Weg in Richtung Offline, und das ist auch gut so.</i></p>
<p>Wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Entwicklung?</p>
<p><i>Sehr zufrieden.</i></p>
<p>Denn wirtschaftlich, das klang ja auch schon durch, d&uuml;rfte sich das Projekt bis heute kaum rentiert haben, oder?</p>
<p><i>Nein, es ist nach wie vor so, dass ich das Material vorstrecke, dass ich kein Gehalt bekomme, und dass wir noch keine Miete zahlen. Aber es ist auch v&ouml;llig utopisch, nach neun Monaten aus den roten Zahlen zu sein. Meine Agentur hat auch ihre drei Jahre gebraucht.</i></p>
<p>Wie viel hat denn Dein Know-how aus Agenturzeiten beim Aufbau von manomama geholfen?</p>
<p><i>Dadurch, dass man sich dort unb&auml;ndig f&uuml;r das Projekt engagiert, auch nach 18 Uhr, haben wir eine tolle Internetseite und eine tolle Kommunikation im Social-Media-Bereich. Wir haben ja gerade erst den <a href="http://socialmediapreis.twittwoch.de/manomama/" title="Link zum Social-Media-Preis">Social-Media-Preis</a> bekommen, eine Auszeichnung f&uuml;r das Team dahinter. Ich glaube, ein Geheimnis ist, dass wir Informationen ganz gut an dem Mann bekommen.</i></p>
<p>Apropos an den Mann bekommen: Euer Vertrieb funktioniert bislang online oder &uuml;ber sogenannte <a href="http://manomama.de/content/was_macht" title="Link zu manomama">Manomamas beziehungsweise Manopapas</a>. Wie sieht es mit dem klassischen Ladenlokal aus?</p>
<p><i>Ja? N&auml;chste Frage? (lacht) Dadurch, dass ich in der Agentur lange Jahre Direktvertriebsunternehmen consultet habe und ich das eine ganz toll Sache finde, war mir klar, dass ich das auch m&ouml;chte, aber unter Bedingungen, die ich f&uuml;r fair und sozial halte. Nichtsdestotrotz starten wir ab Ende M&auml;rz auch in einigen St&auml;dten. Das Problem ist unsere F&uuml;nftel-Kalkulation: Ein F&uuml;nftel ist Lohn f&uuml;r die N&auml;herinnen, ein F&uuml;nftel ist Material, ein F&uuml;nftel ist der Verkaufsanteil, den die Manomama oder die Station bekommt, ein F&uuml;nftel ist f&uuml;r Werbung, Design, Schnitt, IT, Technik, Tod und Teufel, und ein F&uuml;nftel sind Steuern. Nun ist aber der Einzelhandel Margen von 300, 400 Prozent gewohnt&#160;&#8230;</i></p>
<p>Da kommst Du mit deinem F&uuml;nftel nicht weit&#160;&#8230;</p>
<p><i>Da kommt ich mit meinen 20 Prozent, und die lachen mich aus. Es gibt aber mittlerweile Unternehmen, die das in Ordnung finden. Die k&ouml;nnten es sich zwar nicht leisten, ausschlie&szlig;lich manomama zu verkaufen, aber sie haben eben die M&ouml;glichkeit und wollen das auch. Das sind L&auml;den, die wir uns ganz speziell ausgeguckt haben, die haben sich bei uns genauso beworben, wie sich die Manomamas und Manopapas bei uns bewerben, denn wir wollen niemanden haben, der das aus reiner Profitgier macht. Das hei&szlig;t nicht, dass man als Manomama oder Manopapa nicht sein gutes Geld verdienen kann. Die m&uuml;ssen auch ein ordentliches Auskommen haben.</i></p>
<p>Bekommen wir noch einen Tipp, woher Du Produktnamen wie &raquo;F&ouml;rtroende&laquo; oder &raquo;Keyakinan&laquo; nimmst?</p>
<p><i>Diese beiden sind aus verschiedenen Sprachen, und wenn Du die googelst, wirst du immer wieder ein Wort finden, und dieses Wort hei&szlig;t Zuversicht. Alle Produkte der ersten Kollektion hei&szlig;en Zuversicht. Die Produkte, die jetzt in unserem <a href="http://www.manomama.de/blog/category/adventskalender2010/" title="Link zum manomama-Blog">Adventskalender</a> waren, haben dagegen Fantasienamen. Da brauchten wir einfach irgendwas, damit wir wissen, was die M&auml;dels hinten n&auml;hen sollen.</i></p>
<p>Gibt es da so etwas wie eine Inspirationsquelle?</p>
<p><i>Die Namen f&uuml;r die erste Kollektion entstanden aus einer Twitter-Kollaboration. Ich habe nach dem positivsten Wort gefragt, das meine Follower kennen, und da hat sich herausgestellt, dass das nicht Hoffnung oder Glaube war, sondern Zuversicht, weil das alles miteinander verbinden w&uuml;rde.</i></p>
<p>Und Zuversicht ist wahrscheinlich auch das, was am Ende von einem So-Tag &uuml;brig bleibt?</p>
<p><i>Zuversicht ist das, was ich immer habe, an einem Dah-Tag wie an einem So-Tag, weil ich ein absolut &uuml;berzeugter Optimist bin. Wenn du die verlierst, kannst du den Laden zusperren. An einem So-Tag bleibt &uuml;brig: &raquo;Boah, wie geil war das denn, ich geh jetzt heim und koche.&laquo; Dabei kann ich n&auml;mlich entspannen.</i></p>
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		<title>Trotzendorff goes Uberspace</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 18:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwo in einem nicht näher benannten Rechenzentrum in München steht ein Server mit dem prosaischen Namen "sv13". Zwei Jahre lang war sv13 die Heimat von trotzendorff.de, immer wieder mal hatte er einen Ausfall, immer wieder mal reagierte er träge, doch die meiste Zeit verrichtete er seinen Dienst so zuverlässig, wie das Maschinen eben tun, und dieses Blog hat nicht gemurrt, auf sv13 abgelegt worden zu sein. Bis vor kurzem. Da gab es ein wenig Knatsch zwischen sv13 und Wordpress, es ging um Speicher und SQL-Datenbanken, recht einig werden wollten die beiden sich nicht, und so beschloss ich, auch meinem Blog dieses Jahr ein Weihnachtsgeschenk zu machen: mehr Platz. <a href="http://www.trotzendorff.de/2010/12/23/trotzendorff-goes-uberspace/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft"><img class="rounded-corners" src="/wp-content/uploads/2010/12/server.jpg" alt="Server" title="Server" width="300" height="150" class="alignnone size-full wp-image-7252" />
<p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com" title="Link zu flickr">flickr</a> | <a href="http://www.flickr.com/photos/traftery/" title="Link zum flickr-Profil von Tom Raftery">Tom Raftery</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" title="Link zur CC-Lizenz">cc-by-sa</a>)</p>
</div>
<p>Irgendwo in einem nicht n&auml;her benannten Rechenzentrum in M&uuml;nchen steht ein Server mit dem prosaischen Namen &#187;sv13&#171;. Zwei Jahre lang war sv13 die Heimat von trotzendorff.de, immer wieder mal hatte er einen Ausfall, immer wieder mal reagierte er tr&auml;ge, doch die meiste Zeit verrichtete er seinen Dienst so zuverl&auml;ssig, wie das Maschinen eben tun, und dieses Blog hat nicht gemurrt, auf sv13 abgelegt worden zu sein. Bis vor kurzem. Da gab es ein wenig Knatsch zwischen sv13 und WordPress, es ging um Speicher und SQL-Datenbanken, recht einig werden wollten die beiden sich nicht, und so beschloss ich, auch meinem Blog dieses Jahr ein Weihnachtsgeschenk zu machen: mehr Platz. Nun gibt es eine un&uuml;berschaubare Anzahl von Webhosting-Anbietern, von denen der eine so unpers&ouml;nlich ist wie der andere, und so war es auch nicht Sympathie, sondern schlichtes Buchhalterdenken, das mich in die Arme eines Alphahosters trieb &mdash; f&uuml;r 25 Minuten, <a href="http://twitter.com/#!/ubernauten/status/16081571995983872" title="Link zu Twitter">dann kamen die Ubernauten dazwischen</a>.<span id="more-7309"></span></p>
<div class="wp-caption alignright"><img class="rounded-corners" src="/wp-content/uploads/2010/12/uberspace_small.jpg" title="Uberspace" alt="Uberspace" />
<p class="wp-caption-text">&copy; <a href="http://www.webcontact.de" title="Link zu web://contact">web://contact</a> (<a href="/wp-content/uploads/2010/12/uberspace.jpg" rel="lightbox">Lightbox</a>)</p>
</div>
<p>Ohne zu wissen, woran man die Guten eigentlich erkennt, wusste ich auf den ersten Blick: Sie geh&ouml;ren dazu. Und so ist trotzendorff.de vor kurzem nicht ganz heimlich, aber doch still und leise, nach Frankfurt umgezogen. Dort steht, im Rechenzentrum von <a href="http://www.plusline.de/" title="Link zu Plus.line">Plus.line</a>, ein Server mit dem sch&ouml;nen Namen &#187;helium&#171;. Auf ihm hat dieses Blog nun <a href="http://uberspace.de/tech" title="Link zu Uberspace">ein ger&auml;umiges 10GB-Loft</a> bezogen, samt vollwertigem SSH-Zugang, beliebig vielen SQL-Datenbanken und so ziemlich allem, was sich das Bastler-Herz w&uuml;nscht. Dass die Ubernauten um <a href="http://jonaspasche.com/" title="Link zur Homepage von Jonas Pasche">Jonas Pasche</a> neben alldem und einer gesunden Einstellung zum Thema <a href="http://uberspace.de/privacy" title="Link zu Uberspace">Datenschutz</a> noch einen Service bieten, der sich gewaschen hat, und der Kunde bei Uberspace zudem selbst entscheidet, wieviel er daf&uuml;r <a href="http://uberspace.de/prices" title="Link zu Uberspace">zahlen</a> m&ouml;chte (oder kann), macht dieses Angebot konkurrenzlos. Punkt.</p>
<p>Dazu kommt, dass die Ubernauten auch gleich noch eine L&ouml;sung f&uuml;r mein Problem mit <a href="/2010/12/17/yahoo-macht-delicious-platt/" title="Link zum Artikel &raquo;Yahoo! macht Delicious platt&laquo;">Delicious</a> parat hatten: <a href="https://neuro-tech.net/insipid/" title="Link zu Neuro-Tech">Insipid</a> (zu Deutsch: abgestanden, fade), ein Delicious-Klon zum <a href="https://uberspace.de/dokuwiki/cool:insipid" title="Link zu Uberspace">Selbsthosten</a>, in den sich die als XML-File exportierten Delicious-Bookmarks wunderbar importieren lassen, und der seit kurzem in einem Verzeichnis namens <a href="/bookmarks" title="Link zu den Bookmarks">/bookmarks</a> auf &#187;helium&#171; l&auml;uft. Sollen doch alle Bookmark-Services der Welt dicht machen &mdash; mich geht das nichts mehr an. Da solche Lesezeichen jedoch nur dann wirklich sinnvoll sind, wenn man sie auch mit anderen teilt (weswegen ich meine Delicious-Links regelm&auml;&szlig;ig <a href="/category/delicious/" title="Link zur Kategorie &raquo;Delicious&laquo;">hier im Blog gepostet</a> habe), werde ich Insipid in einer freien Minute an das Design von trotzendorff.de anpassen und im Men&uuml; verlinken. Und wer da nicht regelm&auml;&szlig;ig vorbeischauen mag, kann sie sich auch als <a href="/bookmarks/insipid.cgi?op=rss&#038;tag=" title="Link zum RSS-Feed">RSS-Feed</a> abonnieren.</p>
<p>Es scheint bislang, als sei mein Blog recht gl&uuml;cklich mit meinem Weihnachtsgeschenk (mit dem ich beim besten Willen nicht bis Heiligabend warten wollte). Auch der KK-Transfer der Domain ist heute reibungslos &uuml;ber die B&uuml;hne gegangen, der Server schnurrt (glaube ich), die Daten haben wieder Platz. Und ich bin froh, nicht bei irgendeinem anonymen Hosting-Anbieter gelandet zu sein, bei dem man sich im <em>besten</em> Fall mit einem <em>gelangweilten</em> Support-Mitarbeiter herumschlagen muss, wenn mal irgendwas nicht so l&auml;uft, wie es soll. Trotzendorff ist jetzt Ubernaut. Frohe Weihnachten!</p>
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