Bürokram
Musen sollen gefälligst aufhören mich zu küssen.
Die sollen den Bürokram machen.
Katz & Goldt
 

Tag: »Medien«

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Delicious Links | 24/06/2009
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Medien 
Der grüne Aufstand im Netz | 16/06/2009
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Teheran
Foto: Screenshot | Tehran24

Die Situation im Iran beschäftigt derzeit auch viele Deutsche, bei Twitter und in Blogs liest man vor allem eine Menge über den Zugang der Menschen dort zu Internet und Medien, eine Menge Solidarität wird über diese Kanäle verbreitet, aber auch handfeste Unterstützung. Das Thema lag also auf dem Tisch, viele andere Kollegen haben sich in den vergangenen Tagen ebenfalls damit beschäftigt. Ein kleiner Auszug dessen, was ich heute zum grünen Aufstand im Netz geschrieben habe:

Obwohl im Iran viele Internetdienste von der Regierung gesperrt worden sein sollen, umgehen Regierungsgegner die Zensur und nutzen das Internet, um sich zu organisieren. Eine große Rolle spielt dabei der oft geschmähte Kurznachrichtendienst Twitter.
 
«218.128.112.18:8080 218.206.94.132:808 218.253.65.99:808 219.50.16.70:8080». Solche Zahlenketten machten in den vergangenen Tagen des Öfteren die Runde beim Microblogging-Dienst Twitter. Es sind die IP-Adressen von sogenannten Proxies, Umleitungen auf ausländische Server, mit denen sich die Sperren der iranischen Regierung umgehen lassen. Und über die organisiert sich im Iran derzeit der Widerstand gegen die Machthaber.
 
Das Internet ist, gerade für junge Menschen im Iran, zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel überhaupt geworden. Oft aber geht kaum noch etwas. Nach dem Mobilfunknetz wurden nach und nach wichtige Netzdienste blockiert. Facebook, YouTube, Twitter – solche Seiten sind im Iran derzeit über die normalen Wege so gut wie gar nicht zu erreichen.
 
Über Proxies aber durchaus. Und so hat es beispielsweise das Schlagwort #iranelection auf Platz 1 der Trending Topics geschafft, der angesagten Themen bei Twitter. Im Sekundentakt laufen dort neue Meldungen aus dem Land ein. Schon rufen Unterstützer der Opposition Twitter-Nutzer dazu auf, ihr Profilbild durch eine grüne Grafik zu ersetzen und so eine«grüne Wand» des Protests zu bilden. «Wenn ich keine Verbindung zu Twitter habe, bin ich von der Welt abgehängt» erklärt hamednz, ein Nutzer des Internetdienstes aus der iranischen Kleinstadt Rasht. «Denn das staatliche Fernsehen berichtet über vieles nicht!» Über Twitter werden jedoch nicht nur Informationen verbreitet, iranische Oppositionelle organisieren mit ihren Nachrichten auch einen Teil der Protestaktionen. Am Montag etwa schrieb alirezasha: «Heute um 16:00 Uhr, ein RUHIGER Protest».

Weiterlesen? Den gesamten Text finden sie auf news.de.

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Delicious Links | 16/06/2009
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  • Why Twitter will soon become obsolete (iMediaConnection) — 16/06/2009 — Ob Twitter die kommenden Jahre überleben wird, dürfte für einen Großteil der Menschen vollkommen egal sein. Für die anderen aber ist Jason Clarks Stück nicht uninteressant. Er glaubt, Twitter sei ein überbewerteter Hype, werde zwar seine Nische finden, mittelfristig aber von Google Wave abgelöst werden.
  • Bitte zeichnen sie eine Blume! — 14/06/2009 — Ein beeindruckendes Blog und ein trauriges, aber irgendwie auch wunderschönes Projekt. Menschen mit verschiedenen Hirnschäden bekommen einen Bleistift und den Auftrag: »Bitte zeichnen Sie eine Blume!«
  • 15 Silliest Facebook Vanity URLs (Mashable) — 14/06/2009 — Der Hype um die Vanity-URLs bei Facebook war grandios mit anzuschauen. Mashable hat sich die 15 albernsten rausgesucht. Wobei: http://www.facebook.com/default.aspx finde ich eigentlich ziemlich großartig.
  • Wir wollen gar nicht klauen (Tagesspiegel) — 13/06/2009 — Mercedes Bunz, Chefredakteurin von tagesspiegel.de, reagiert auf einen Artikel ihres Kollegen Joachim Huber. Es geht um das Urheberrecht, die Piratenpartei und die Frage, ob wir gerade Zeuge einer Spaltung der Gesellschaft werden.
  • Die Piraten – Aufstand der technischen Intelligenz? (Carta) — 13/06/2009 — Was sind das bloß für Leute, diese Piraten? Wolfgang Michal geht dieser Frage nach. Klug, historisch fundiert und vor allem: seriös. Ein Artikel, der dringend nötig war.
  • Der ewige Augenblick (Spiegel) — 12/06/2009 — Ein unglaublicher Bericht aus dem Iran: »Aus verschmähter Liebe übergoss ein Student die Iranerin Amene Bahrami mit Säure. Ein Teheraner Gericht sprach dem blinden Opfer das Recht zu, den Täter selbst zu blenden. Nun wartet sie auf die Vollstreckung — und im Land entbrennt ein neuer Kulturkampf.«
  • Biete Gutschein, suche Link (Zeit) — 12/06/2009 — Daniel Bröckerhoff schildert in der Zeit, wie Firmen versuchen, sich an Blogger ranzumachen und Schleichwerbung zu platzieren.
  • Twitter? Es geht noch schlimmer (About a Boy) — 12/06/2009 — Sebastian Dalkowski fält für die Rheinische Post tatsächlich ein Plädoyer für Twitter. »In dem vereinfacht er die Wirklichkeit und attackiert den Qualitätsjournalismus. Außerdem verrät er nicht, was er auf seine Pizza legt.« Äußerst lesenswert.
  • Murdoch prophezeit Tod der Zeitung (taz) — 12/06/2009 — Steffen Grimberg schreibt in der taz darüber, warum Murdoch zwar glaubt, dass es gedruckte Zeitungen 2030 nicht mehr geben wird, aber dennoch kräftig weiter in Printtitel investiert.
  • Kinderpornographie: Das falsche Verkehrszeichen (Verlorene Generation) — 12/06/2009 — Über Zensursula und die Internetsperren ist schon viel geschrieben worden. In noch nicht einmal 800 Zeichen aber überrascht das Blog Verlorene Generation und zeigt, warum die Familienministerien mit dem Stopp-Schild das falsche Verkehrszeichen bei den Internetsperren verwendet.
  • »Das Netz hat gewonnen« (Frankfurter Rundschau) — 10/06/2009 — Jakob Augstein, Eigentümer des Freitag, spricht im Interview über sein Medium, das Internet und den Tod der gedruckten Zeitung. Und er erklärt, welche Rolle seiner Meinung nach die Blogger in Zukunft (nicht) spielen.
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Aus der Luft gegriffen 
Völlig aus der Luft gegriffene Vergleiche (4) | 11/06/2009
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Spiegel
Foto: Screenshot (+)

Heute: Was von der Krise übrig blieb — Schlagzeilen von Spiegel Online und faz.net zu Konjunkturprognosen.

 
 
 
 
 

FAZ
Foto: Screenshot (+)

 
 
 
 
 
 
 

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Digipop 
Jenseits von Eden ist das Paradies | 10/06/2009
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Cyber-Café

Ich mag all diese — manchmal etwas schiefen — Loblieder auf das Internet, die in letzter Zeit gesungen werden, diese gebloggten Parolen für digitale Demokratie, diese getwitterten Slogans für unbändige Kommunikation, für die allgegenwärtige Vernetzung. Ich glaube an das Internet, schließlich lebe ich mit dem Internet, für das Internet, im Internet. Und doch misstraue ich ihm.
 
Das Problem? Das Netz kann nicht selbständig denken, es handelt nicht, eigentlich tut es sogar gar nichts. Das Internet wird, wenn schon nicht gesteuert, so doch gefüttert, es wartet den lieben langen Tag darauf, dass jemand kommt und mit ihm spielt. Das übernehmen Menschen. Und denen misstraue ich schon aus Prinzip. Diese Skepsis rührt vor allem daher, dass Menschen Schwierigkeiten damit haben, die Kontrolle zu behalten. Nein, sie sind sogar unfähig, die Kontrolle zu behalten, erst recht, wenn es um etwas so Unkontrollierbares geht wie das Internet. Oder die internationalen Märkte. Oder, spätestens ab 80, den eigenen Urin. Und: Menschen sind selbst in einer Demokratie nicht demokratisch. Wie soll es da das Internet sein? (Weiterlesen …)

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