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	<title>Trotzendorff &#187; Interview</title>
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		<title>Farfromhomepage oder: Creative Browsing</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 22:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das »Next Big Think« im Internet hat noch nie einen philosophischen Unterbau gebraucht. Google, Facebook, Twitter &#8212; sie alle sind ohne ausgekommen, die bislang erfolgreichen Plattformen sind zwar ausgereift, aber alles andere als tiefgründig. Mit <a href="http://farfromhomepage.net/" title="Link zu Farfromhomepage">»Farfromhomepage«</a> könnte sich das ändern: Ohne das philosophische Fundament nämlich wäre dieses Projekt wohl gar nicht erst geboren worden, und die Chancen, dass es eine echte Sensation werden könnte, stehen alles andere als schlecht. <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/11/18/farfromhomepage/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &raquo;Next Big Think&laquo; im Internet hat noch nie einen philosophischen Unterbau gebraucht. Google, Facebook, Twitter &mdash; sie alle sind ohne ausgekommen, die bislang erfolgreichen Plattformen sind zwar ausgereift, aber alles andere als tiefgr&uuml;ndig. Mit <a href="http://farfromhomepage.net/" title="Link zu Farfromhomepage">&raquo;Farfromhomepage&laquo;</a> k&ouml;nnte sich das &auml;ndern: Ohne das philosophische Fundament n&auml;mlich w&auml;re dieses Projekt wohl gar nicht erst geboren worden, und die Chancen, dass es eine echte Sensation werden k&ouml;nnte, stehen alles andere als schlecht.<span id="more-9382"></span></p>
<p><div class="two-columns-one"><iframe width="300" height="182" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/NXiD2Hi9-c8?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div> <div class="two-columns-one last"> <iframe src="http://player.vimeo.com/video/32338510?portrait=0" width="300" height="182" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></div> <div class="divider"></div></p>
<p>Auf der <a href="http://www.startconference.org/" title="Link zur stART-Konferenz">stART11</a> in Duisburg haben die beiden Gr&uuml;nder des Berliner Startups, Manuel Scheidegger und Janosch Asen, ihre Idee vorgestellt. Und die ist so schlicht wie genial: Mit Farfromhomepage k&ouml;nnen sich Nutzer_innen Schnipsel aus dem Netz ausschneiden &mdash; Videos, Bilder, Texte, ganze Seiten oder einzelne Bereiche. In Frames lassen diese sich dann zu einem Stream zusammenstellen, der ein wenig an das erinnert, was wir als Video kennen, nur, dass die einzelnen Frames navigierbar bleiben. Sie nennen das: &raquo;Creative Browsing&laquo;. Wie das in etwa aussieht, zeigen die Macher_innen von Farfromhomepage in ihrem Video, und wie das funktioniert, erkl&auml;rt Manuel Scheidegger in dem Interview, das ich heute auf der stART11 mit ihm gef&uuml;hrt habe. Vor allem aber erl&auml;utert er auch ein Detail, aufgrund dessen ich Farfromhomepage f&uuml;r einen ziemlichen Knaller halte: Diese Art des Mashups ist &mdash; selbst nach dem strengen deutschen Recht &mdash; urheberrechtlich offenbar unproblematisch, sprich: legal.</p>
<p>Mich begeistert diese Idee vor allem aufgrund der ungeahnten M&ouml;glichkeiten des Geschichtenerz&auml;hlens. Welches Projekt auch immer ich meinen Nutzer_innen n&auml;herbringen will, ich kann einen Stream entwickeln, der sowohl eigenen als auch fremden Content enth&auml;lt, der Text, Bild und Video verbindet, und der meinem Publikum die Arbeit abnimmt, sich in die Tiefen des Internets st&uuml;rzen zu m&uuml;ssen, um dort versteckte Informationen ausfindig zu machen &mdash; und das, ohne ihm die M&ouml;glichkeit zu nehmen, irgendwo abzubiegen. Ganz zu schweigen davon, dass sich all das, was beispielsweise in einem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Transmedia_storytelling" title="Link zur englischen Wikipedia">Transmedia-Storytelling-Projekt</a> an Inhalten erstellt und &uuml;ber die verschiedensten Kan&auml;le schon verbreitet wurde, mit Farfromhomepage wieder zusammenf&uuml;gen l&auml;sst &mdash; als Quintessenz sozusagen, oder als invertierter Trailer.</p>
<p>Was das nun alles mit einem philosophischen Unterbau zu tun hat? Auch das hat Manuel Scheidegger heute &mdash; mit einigen Ausfl&uuml;gen in die Philosophie und vor allem zu Kant &mdash; auf der stART11 erkl&auml;rt: Zwar spricht er dem Internet durchaus den Status eines Mediums zu, im Gegensatz beispielsweise zum Film &mdash; der bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Film" title="Link zu Wikipedia">Wikipedia</a> als &raquo;Kunstform&laquo; bezeichnet wird &mdash; oder dem Buch &mdash; das dort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buch#Differenzierung_nach_Inhalt" title="Link zu Wikipedia">schon im dritten Absatz</a> in Genres zerlegt wird &mdash; fehle es dem Internet noch an einer eigenst&auml;ndigen &Auml;sthetik (nicht zu verstehen &uuml;brigens im Sinne von Sch&ouml;nheit). Und genau diese &Auml;sthetik oder vielmehr die &auml;sthetische Nutzung und Wahrnehmung des Internets wollen Scheidegger und Asen mit Farfromhomepage erm&ouml;glichen. Ich bin zwar davon &uuml;berzeugt, dass die meisten Nutzer sich f&uuml;r diese Ebene eines &raquo;Schnittprogramms f&uuml;r das Netz&laquo; nicht unbedingt interessieren werden, und das m&uuml;ssen sie auch gar nicht, dass dieses Projekt jedoch das &raquo;Next Big Thing&laquo; sein k&ouml;nnte, halte ich mehr als nur f&uuml;r m&ouml;glich. &Uuml;brigens: Die Beta-Phase l&auml;uft bald an. Wer interessiert ist, diese Plattform zu testen, kann sich einfach bei <a href="http://www.farfromhomepage.net/" title="Link zu Farfromhomepage">Farfromhomepage</a> eintragen.</p>
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		<title>Unterwegs mit FROH! #2</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 20:19:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="small-videos alignleft"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25588429?title=1&#38;byline=1&#38;portrait=0" width="300" height="168" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></div><p>Ich muss zugeben, ich beneide <a href="http://www.frohmagazin.de/" title="Link zu FROH!">FROH!</a>-Chefredakteur Sebastian Pranz alias SPu darum, mit Katrin Bauerfeind <a href="http://www.phantasialand.de/de/themenpark/deep-in-africa/black-mamba" title="Link zum Phantasialand">"Black Mamba"</a> gefahren zu sein. Doch er und seine Kollegen haben für die aktuelle Ausgabe "Unterwegs" auch noch andere tolle Gespräche geführt, unter anderem mit Philipp Poisel (im Auto), Roger Willemsen (im ICE) oder Margarete Mitscherlich (auf der Couch).</p> <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/06/26/unterwegs-mit-froh-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="small-videos alignleft"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25588429?title=1&amp;byline=1&amp;portrait=0" width="300" height="168" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></div>
<p>Ich muss zugeben, ich beneide <a href="http://www.frohmagazin.de/" title="Link zu FROH!">FROH!</a>-Chefredakteur Sebastian Pranz alias SPu darum, mit Katrin Bauerfeind <a href="http://www.phantasialand.de/de/themenpark/deep-in-africa/black-mamba" title="Link zum Phantasialand">&#187;Black Mamba&#171;</a> gefahren zu sein. Doch er und seine Kollegen haben f&uuml;r die aktuelle Ausgabe &#187;Unterwegs&#171; auch noch andere tolle Gespr&auml;che gef&uuml;hrt, unter anderem mit Philipp Poisel (im Auto), Roger Willemsen (im ICE) oder Margarete Mitscherlich (auf der Couch). &Uuml;ber diese Interviews und die Orte, an denen sie gef&uuml;hrt wurden, habe ich mit SPu <a href="http://vimeo.com/25588429" title="Link zu Vimeo">im zweiten Interview-Clip</a> gesprochen, genauso wie &uuml;ber FROH! als Urlaubsheft &mdash; und nat&uuml;rlich dar&uuml;ber, wie es mit Katrin Bauerfeind in der Black Mamba denn nun eigentlich war.</p>
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		<title>Unterwegs mit FROH! #1</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 19:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<div class="small-videos alignleft"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25470507?title=1&#38;byline=1&#38;portrait=0" width="300" height="169" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></div><p>Ein Heft für die Reise, ein Heft von und für "Unterwegs", ein Leseheft. Nachdem die FROH!-Redaktion einige Monate unterwegs war und die Kollegen mit Katrin Bauerfeind Achterbahn, mit Philipp Poisel durchs Stuttgarter Hinterland und mit Roger Willemsen im ICE gefahren sind, wurde es irgendwann Zeit, wieder nach Hause zu kommen.</p> <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/06/23/unterwegs-mit-froh-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="small-videos alignleft"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25470507?title=1&amp;byline=1&amp;portrait=0" width="300" height="169" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe></div>
<p>Ein Heft f&uuml;r die Reise, ein Heft von und f&uuml;r &#187;Unterwegs&#171;, ein Leseheft. Nachdem die FROH!-Redaktion einige Monate unterwegs war und die Kollegen mit Katrin Bauerfeind Achterbahn, mit Philipp Poisel durchs Stuttgarter Hinterland und mit Roger Willemsen im ICE gefahren sind, wurde es irgendwann Zeit, wieder nach Hause zu kommen. Und dort habe ich mich mit Chefredakteur Sebastian Pranz zum Interview getroffen. Zwei Stunden haben wir uns unterhalten, &uuml;ber die Romantik des Unterwegsseins, reisende Seitenzahlen, fotografierende Katzen und die Handarbeit, die f&uuml;r ein solches Heft n&ouml;tig ist. Herausgekommen sind <a href="http://vimeo.com/channels/frohunterwegs" title="Link zu Vimeo">vier Gespr&auml;che</a>, die zeigen, was alles hinter <a href="http://www.frohmagazin.de/#editorial" title="Link zu FROH!">dieser FROH!-Ausgabe</a> steckt. Dies hier ist Interview #01.</p>
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		<title>Original mit Untertiteln</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 15:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Machen wir mal ein wenig Werbung in eigener Sache: Heute Abend um 19 Uhr eröffnet das <a href="http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/" title="Link zum LehmbruckMuseum">LehmbruckMuseum</a> die <a href="http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/ausstellungen/ausstellungen_im_turm/turm_01.php" title="Link zum LehmbruckMuseum">Ausstellung von Myriam Resch und Marc von Criegern</a> im TURM im Innenhafen, einem alten Treppenhaus, das von einigen Gebäuden stehen geblieben ist. Vor ein paar Tagen habe ich die beiden mit der Kuratorin Claudia Thümler vor Ort besucht und mit ihnen über ihre Arbeiten gesprochen. Unser erstes Video aus der Reihe "Original mit Untertiteln" ... <a href="http://www.trotzendorff.de/2011/06/09/original-mit-untertiteln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="small-videos alignleft"><iframe width="300" height="200" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/aG0eM_vf9MU?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Machen wir mal ein wenig Werbung in eigener Sache: Heute Abend um 19 Uhr er&ouml;ffnet das <a href="http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/" title="Link zum LehmbruckMuseum">LehmbruckMuseum</a> die <a href="http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/ausstellungen/ausstellungen_im_turm/turm_01.php" title="Link zum LehmbruckMuseum">Ausstellung von Myriam Resch und Marc von Criegern</a> im TURM im Innenhafen, einem alten Treppenhaus, das von einigen Geb&auml;uden stehen geblieben ist. Vor ein paar Tagen habe ich die beiden mit der Kuratorin Claudia Th&uuml;mler vor Ort besucht und mit ihnen &uuml;ber ihre Arbeiten gesprochen. Unser erstes Video aus der Reihe &#187;Original mit Untertiteln&#171;&#160;&#8230;</p>
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		<title>&#187;Ich hoffe, wir haben die Pubert&#228;t hinter uns&#171;</title>
		<link>http://www.trotzendorff.de/2010/12/09/%c2%bbich-hoffe-wir-haben-die-pubertat-hinter-uns%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 07:57:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trotzendorff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend haben sich die Macher des Gesellschafts-Magazins <a href="http://www.frohmagazin.de/" title="Link zur Homepage von FROH!">FROH!</a> in Essen ihren <a href="http://de.red-dot.org/communication-design.html" title="Link zur Homepage des Red-Dot-Awards">Red-Dot-Award</a> abgeholt. Nur ein Zeichen von vielen, das zeigt: Dieses Projekt wird wahrgenommen. Erst kürzlich wurde in Köln die <a href="/2010/11/17/froh-macht-licht-macht-froh/" title="Link zum Artikel &#187;FROH! macht Licht mach froh&#171;">fünfte Ausgabe</a> des werbefreien non-profit-Magazins vorgestellt, das für mich zu den großartigsten journalistischen Projekten gehört, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat. Und weil ich mich jedes Mal wieder freue, wenn die Herausgeber Dirk Brall und Michael Schmidt, Chefredakteur Sebastian Pranz und Art-Direktor Klaus Neuburg eine neue Ausgabe machen (obwohl sie eigentlich nach der ersten gleich wieder aufhören wollten), habe ich Michael und Sebastian einige Fragen zu FROH! gestellt. Herausgekommen ist ein Interview über Geld und Ideale, Credibility und christliche Werte, Angela Merkel und David Hasselhoff. Und eines, das mit einer offenen Frage endet. <a href="http://www.trotzendorff.de/2010/12/09/%c2%bbich-hoffe-wir-haben-die-pubertat-hinter-uns%c2%ab/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft"><img class="rounded-corners" src="/wp-content/uploads/2010/12/frohredaktion.jpg" alt="" title="Die FROH!-Redaktion" width="300" height="200" class="alignnone size-full wp-image-7205" />
<p class="wp-caption-text">Foto: &copy; FROH!-Magazin</p>
</div>
<p>Gestern Abend haben sich die Macher des Gesellschafts-Magazins <a href="http://www.frohmagazin.de/" title="Link zur Homepage von FROH!">FROH!</a> in Essen ihren <a href="http://de.red-dot.org/communication-design.html" title="Link zur Homepage des Red-Dot-Awards">Red-Dot-Award</a> abgeholt. Nur ein Zeichen von vielen, das zeigt: Dieses Projekt wird wahrgenommen. Erst k&uuml;rzlich wurde in K&ouml;ln die <a href="/2010/11/17/froh-macht-licht-macht-froh/" title="Link zum Artikel &raquo;FROH! macht Licht mach froh&laquo;">f&uuml;nfte Ausgabe</a> des werbefreien non-profit-Magazins vorgestellt, das f&uuml;r mich zu den gro&szlig;artigsten journalistischen Projekten geh&ouml;rt, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat. Und weil ich mich jedes Mal wieder freue, wenn die Herausgeber Dirk Brall und Michael Schmidt, Chefredakteur Sebastian Pranz und Art-Direktor Klaus Neuburg eine neue Ausgabe machen (obwohl sie eigentlich nach der ersten gleich wieder aufh&ouml;ren wollten), habe ich Michael und Sebastian einige Fragen zu FROH! gestellt. Herausgekommen ist ein Interview &uuml;ber Geld und Ideale, Credibility und christliche Werte, Angela Merkel und David Hasselhoff. Und eines, das mit einer offenen Frage endet.<span id="more-7190"></span></p>
<p>Trotzendorff: Als Ihr vor zwei Jahren angefangen habt, wusstet Ihr noch nicht wirklich, ob es &uuml;berhaupt mehr als eine FROH!-Ausgabe geben w&uuml;rde. Mit &raquo;Licht&laquo; erscheint morgen nun bereits Heft #5, Ihr habt neben viel Zuspruch und guten bis begeisterten Kritiken in diesem Jahr auch einen Red-Dot-Design-Award gewonnen &mdash; wie weit seid Ihr inzwischen auf dem FROH!-Weg gekommen? Wo steht Ihr?</p>
<p><i>Sebastian: Wir haben von Anfang an eigentlich nie geplant, von wem wir gelesen werden oder welches Image wir haben wollen, sondern immer sehr intuitiv das gemacht, was uns selbst interessiert. Ich glaube, wir haben inzwischen unsere Stimme gefunden und wissen, welche Themen zu FROH! passen und welche nicht. Von einem erfahrenen Magazinmacher habe ich k&uuml;rzlich geh&ouml;rt, dass Magazine in etwa die gleichen Entwicklungsschritte machen, wie ein Mensch. Ich hoffe, wir haben jetzt die Pubert&auml;t hinter uns, aber so genau wei&szlig; man das nie.</i></p>
<p>Anfangs war es wahrscheinlich noch schwierig, Autoren, Fotografen, Illustratoren und all die anderen Mitstreiter f&uuml;r ein solches Projekt zu gewinnen. Wie ist das heute? M&uuml;sst Ihr immer noch Klinken putzen oder rennt man Euch inzwischen die Bude ein?</p>
<p><i>Sebastian: Als wir Weihnachten 2008 angefangen haben, wollten wir eigentlich nur ein einziges Heft machen und danach wieder unseren Jobs nachgehen. Aber eine der gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berraschungen war es, dass wir sehr schnell viele professionelle Beitr&auml;ge hatten. Das war ein gro&szlig;er Ansporn f&uuml;r uns und hat uns in unserer Idee, ein regelm&auml;&szlig;ig erscheinendes Magazin zu machen, best&auml;rkt. Das hat sich eigentlich bis heute nicht ge&auml;ndert: Ohne diesen R&uuml;ckenwind durch die vielen Beitragenden, die uns derzeit immer noch ehrenamtlich unterst&uuml;tzen, w&uuml;rde es FROH! nicht geben. Was die einzelnen Hefte angeht, haben wir mitunter sehr genaue Vorstellungen und versuchen, wirklich auch die kleinste Infografik konzeptionell gut einzubinden. Das bedeutet einerseits, dass ein Gro&szlig;teil der Texte und Bilder passgenau f&uuml;r FROH! angefertigt wird, und andererseits, dass auch ein hochkar&auml;tiger Beitrag mal rausf&auml;llt, weil er einfach nicht ins Heft passt.</i></p>
<p>Und wie steht das FROH!-Magazin finanziell da? Wie gut funktioniert der Spagat zwischen non-profit und professionellem Anspruch?</p>
<p><i>Micha: Es liegt in der Natur eines non-profit-Projektes, dass man sich um Spenden k&uuml;mmern und in der finanziellen Planung immer zwei Schritte vor dem Tagesgesch&auml;ft sein muss. Das bindet einen gro&szlig;en Teil unserer Arbeitskraft, ist aber ein wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes. Denn uns ist klar, dass wir werbefrei bleiben und unser Heft unabh&auml;ngig von Anzeigenkunden gestalten wollen. Daher gehen wir den Weg, dass wir nach Unterst&uuml;tzern suchen, die FROH! f&uuml;r das f&ouml;rdern, was es ist. Auch wenn wir finanziell vielleicht keine gro&szlig;en Spr&uuml;nge machen k&ouml;nnen, bleiben wir inhaltlich ungebunden.</i></p>
<p>Haben sich in den vergangenen zwei Jahren mal Verlage gemeldet, die Interesse an FROH! hatten? Und, wenn ja, wie habt Ihr reagiert?</p>
<p><i>Sebastian: Nein eigentlich nicht. Vielleicht liegt das auch daran, das FROH! ein Zwischending aus einem Buch, einem Kunstband und einem Gesellschaftsmagazin ist. Ich glaube, das betrachtet man aus verlegerischer Sicht erst mal etwas l&auml;nger, bevor man es einkauft. Aber auch ohne zu einem festen Verlag zu geh&ouml;ren, haben wir im Verlag Hermann Schmidt, zu dem ja unsere Druckerei geh&ouml;rt, einen sehr gro&szlig;en Unterst&uuml;tzer gefunden, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht. Damit sind wir sehr gl&uuml;cklich.</i></p>
<p>W&uuml;rde FROH! als professionelles Magazin mit Verlagshintergrund &uuml;berhaupt so gut funktionieren, wie es das bis jetzt tut?</p>
<p><i>Sebastian: Das h&auml;ngt sehr vom Verlag ab, ich glaube es gibt viele kleinere Verlage, die spannende Sachen machen und selbst gro&szlig;e H&auml;user wie Springer realisieren mal so etwas Abgefahrenes wie <a href="http://www.derfreund.com/start.php" title="Link zu DER FREUND">&#8250;DER FREUND&#8249;</a> oder <a href="http://humanglobalerzufall.de/" title="Link zu Human Globaler Zufall">&#8250;Human Globaler Zufall&#8249;</a>. Ich glaube trotzdem, wir werden unser eigener Verlag bleiben und behalten die Freiheit, sich jederzeit neu erfinden zu k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem m&uuml;sste ein Verlag ja auch unsere ideellen Vorstellungen mittragen: Einen Teil der Einnahmen f&uuml;r ein gutes Projekt zu spenden, ist nicht unbedingt wirtschaftlich.</i></p>
<p>Wie wichtig sind Optik, Haptik und Layout, die ja Understatement ausstrahlen, f&uuml;r den Anspruch und das non-profit-Denken, das FROH! hat?</p>
<p><i>Sebastian: Eigentlich haben wir uns von der Vorstellung verabschiedet, dass man Gestaltung und Inhalt getrennt voneinander sehen kann. F&uuml;r uns hat das alles den gleichen Stellenwert. Das ist ja das Sch&ouml;ne an einem analogen Medium &mdash; ein Magazin ist ein Gesamterlebnis, das auf sehr vielen Ebenen funktioniert. Im redaktionellen Prozess sprechen wir meistens genauso lange &uuml;ber den Schriftschnitt, die Farbigkeit und die Wei&szlig;r&auml;ume, wie &uuml;ber die Texte.</i></p>
<p>Eine der gro&szlig;en Aufgaben der Anfangszeit war vor es vor allem, Vertriebspartner zu bekommen. Wo kann man FROH! inzwischen &uuml;berall kaufen?</p>
<p><i>Micha: Unser gr&ouml;&szlig;ter Vertriebskanal ist immer noch unser eigener <a href="http://www.frohmagazin.de/shop/" title="Link zum Online-Shop von FROH!">Online-Shop</a>, aber wir haben im vergangenen Jahr interessante Verkaufsorte aufgenommen, um FROH! in einigen St&auml;dten kaufbar zu machen. Auf unserer Website im Shop gibt es auch eine Liste, wo es FROH! um die Ecke gibt, das sind oft kleine L&auml;den, aber auch bekannte Buchhandlungen &uuml;ber Deutschland verteilt.</i></p>
<p>Anl&auml;sse immer wieder thematisch, aber mit Augenzwinkern und eher &uuml;ber Umwege anzugehen, ist reizvoll, birgt aber in meinen Augen auch das Risiko, sich zu weit vom Kern  zu entfernen. Wie war das bei der aktuellen Ausgabe &raquo;Licht&laquo;?</p>
<p><i>Sebastian: In unserem vorletzten Heft FINALE haben wir zum Beispiel einen sehr gro&szlig;en thematischen Spagat versucht &mdash; denn wir wollten kein Fu&szlig;ballheft im engeren Sinne machen, sondern auch &uuml;ber Dinge wie den Tod sprechen. Da sind 100 Seiten schnell voll. LICHT ist hingegen ein sehr ruhiges Heft geworden, das den einzelnen Ideen viel Raum gibt. Aus journalistischer Perspektive ist das Thema sehr dankbar, denn man kann &uuml;ber die Auseinandersetzung mit dem Licht und der Dunkelheit eigentlich alles m&ouml;gliche erz&auml;hlen. Beispielsweise hat unsere Autorin Stefanie M&uuml;ller-Frank ein St&uuml;ck &uuml;ber einen Pilgerort geschrieben &mdash; da geht es um die Anziehungskraft eines Dorfes, den Streit &uuml;ber ein Wunder, die Politik der katholischen Kirche und das pers&ouml;nliche Erleben von Menschen. Ich mag solche Themen, denn sie schlagen eine sehr gro&szlig;e Br&uuml;cke vom Rahmenthema zum Leser.</i></p>
<p>Habt Ihr Euch in den vergangenen Jahren ver&auml;ndert, was die Herangehensweise an Hefte und Themen angeht? Habt Ihr Euch irgendwo was abgeguckt oder gibt es vielleicht Nachahmer von FROH!?</p>
<p><i>Sebastian: Bei uns im Team kommen sehr viele Interessen zusammen, die einen eigenen Themen-Mix ergeben. Und wahrscheinlich haben wir auch alle unsere heimlichen Vorbilder. Ich lese sehr gerne die <a href="http://www.dummy-magazin.de/" title="Link zum Dummy-Magazin">Dummy</a> und die <a href="http://www.brandeins.de/" title="Link zur brandeins">brandeins</a>, aber auch das nachhaltige Wirtschaftsmagazin <a href="http://www.enorm-magazin.de/" title="Link zu enorm">enorm</a>, das es seit Anfang des Jahres gibt. Was unsere eigene Herangehensweise angeht, ist es immer noch so, dass wir uns mit Haut und Haaren auf die Themen einlassen, auch in der Nacht vor Druckabgabe noch kontrovers &uuml;ber Detailfragen diskutieren, bis schlie&szlig;lich ein Heft herauskommt und wir wieder ausschlafen k&ouml;nnen. Anders m&ouml;chte ich eigentlich auch gar nicht mehr leben.</i></p>
<p>Ziel von FROH! war es von der ersten Ausgabe an, auch wirklich froh zu machen, etwas zu bewegen. In einem ehrlichen R&uuml;ckblick: Wie gut ist Euch das gelungen?</p>
<p><i>Sebastian: Das ist eine schwere Frage &mdash; ich glaube, jeder Au&szlig;enstehende kann sie besser beantworten als wir. Ob wir mit FROH! etwas bewegen, kann man sicherlich auch schwer messen. Aber es ist schon so, dass die Werte, die uns mit dem Heft wichtig sind, in der Gesellschaft zunehmend Geh&ouml;r finden: Seit der Finanzkrise verlassen wir uns zum Beispiel nicht mehr blind auf rein wirtschaftliche Modelle, da bekommen non-profit-Unternehmen eine v&ouml;llig neue Credibility. Und auch pers&ouml;nliche Einstellungen wie ein christliches Menschenbild oder strategisches Konsumverhalten werden zunehmend gesellschaftlich relevant. Ich w&uuml;rde mich sehr freuen, wenn wir zu diesem Trend etwas beigetragen k&ouml;nnen.</i></p>
<p><i>Micha: Und nat&uuml;rlich bekommen wir auch immer wieder R&uuml;ckmeldungen von Lesern, die uns erahnen lassen, dass FROH! auch froh macht. Letztens schrieb uns eine Leserin vom Krankenbett: FROH! mache sie nicht nur froh, sondern gl&uuml;cklich. Es sei schwer die Welt zu retten (wie es in unserer Weihnachtsgeschichte in der aktuellen Ausgabe anklingt), aber ihren Tag h&auml;tten wir gerettet. Sowas ist dann einfach sch&ouml;n.</i></p>
<p>Und seid Ihr selbst immer noch froh mit FROH!?</p>
<p><i>Sebastian: Ich glaube, keiner von uns h&auml;tte vor zwei Jahren einsch&auml;tzen k&ouml;nnen, worauf wir uns da einlassen. FROH! ist kein Job, sondern eine richtige Lebensabschnittsaufgabe. F&uuml;r mich pers&ouml;nlich ist es aber nach wie vor die spannendste Sache, die ich mir im Moment vorstellen kann. Und ich glaube, das geht uns allen &auml;hnlich.</i></p>
<p>Wenn Ihr Euch f&uuml;r FROH! etwas w&uuml;nschen d&uuml;rftet, sagen wir, die gute Fee kommt vorbei, mit einem Wunsch. Welcher w&auml;re das?</p>
<p><i>Sebastian:F&uuml;r unser Redaktionsb&uuml;ro h&auml;tte ich gerne Schlafliegen, eine zweite Espressomaschine und einen Physiotherapeuten. Au&szlig;erdem w&auml;re es nett, mal Angela Merkel im Gespr&auml;ch mit David Hasselhoff zu bringen. Die Bilder macht Anton Corbijn.</i></p>
<p>Wisst Ihr schon, welches Thema das n&auml;chste Heft haben wird?</p>
<p><i>Sebastian: Na klaro, wieso fragst Du?</i></p>
<p>Auf dem Foto, von links nach rechts: Stefan Vetter (&Ouml;ffentlichkeitsarbeit), Dirk Brall (Herausgeber), Sebastian Pranz (Chefredakteur), Klaus Neuburger (Art-Direktor), Mona Garde (Grafik), Michael Schmidt (Verleger)</p>
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