Foto: Screenshot | © Cultured Code
Es gibt nicht viele Software-Schmieden, bei denen ich alle Programme restlos großartig finde. Cultured Code aber gehört dazu. Gut, bis jetzt hat das Stuttgarter Unternehmen auch nur zwei Produkte auf den Markt geworfen — mit Things und Xyle Scope aber echte Spitzenware. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich für Xyle Scope irgendwann einmal Geld ausgegeben, es war nicht die Welt, aber es war echtes Geld. Inzwischen ist das Tool umsonst, und ich finde, das könnten die Jungs von Cultured Code wiedergutmachen. Irgendwie schulden die mir noch was. Die Chance dazu haben sie gerade selbst ergriffen, Ben alias Devblogger haben sie nämlich zwei Things-Lizenzen für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt, für die man etwas darüber bloggen soll, warum man das Programm unbedingt haben will. Noch Fragen? Das Programm stünde zwar ohnehin auf meinem digitalen Einkaufszettel, aber so …
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Ich mag all diese — manchmal etwas schiefen — Loblieder auf das Internet, die in letzter Zeit gesungen werden, diese gebloggten Parolen für digitale Demokratie, diese getwitterten Slogans für unbändige Kommunikation, für die allgegenwärtige Vernetzung. Ich glaube an das Internet, schließlich lebe ich mit dem Internet, für das Internet, im Internet. Und doch misstraue ich ihm.
Das Problem? Das Netz kann nicht selbständig denken, es handelt nicht, eigentlich tut es sogar gar nichts. Das Internet wird, wenn schon nicht gesteuert, so doch gefüttert, es wartet den lieben langen Tag darauf, dass jemand kommt und mit ihm spielt. Das übernehmen Menschen. Und denen misstraue ich schon aus Prinzip. Diese Skepsis rührt vor allem daher, dass Menschen Schwierigkeiten damit haben, die Kontrolle zu behalten. Nein, sie sind sogar unfähig, die Kontrolle zu behalten, erst recht, wenn es um etwas so Unkontrollierbares geht wie das Internet. Oder die internationalen Märkte. Oder, spätestens ab 80, den eigenen Urin. Und: Menschen sind selbst in einer Demokratie nicht demokratisch. Wie soll es da das Internet sein? (Weiterlesen …)
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- Aller Welt Feind (Süddeutsche) — »Illegale Downloads als Wahlprogramm« – Die Süddeutsche Zeitung beweist eindrucksvoll, wie man auf sprachlich solidem Niveau politisches Nichtwissen demonstriert.
- 10 Sätze zur Zukunft des Journalismus (agorazein) — Torsten Meise schreibt genau diese auf. Punkt.
- Leben in 140 Zeichen (Viralmythen) — Nicht nur, was »déformation professionelle« ist, kann man von Benedikt Köhler lernen, sondern auch etwas über die Relevanz von Twitter, wo das ganz normale Leben stattfindet. »Menschen sterben, Menschen werden geboren.«
- Goodbye, GM (Frankfurter Rundschau) — »Mein Herz springt vor Freude«, sagt der Dokumentarfilmer Michael Moore zum Untergang von General Motors. In einem Essay für die Frankfurter Rundschau schreibt er, warum er dennoch keine Schadenfreude empfindet.
- Generation NDW (Solokarpfen) — Ist schon alles über die DDR gesagt worden? Ja, könnte man glauben. Nein, meint Ulrike Thiele.
- Die intellektuelle Elite weiß nichts vom Internet (Tagesspiegel) — Wer den Heidelberger Appell unterzeichnet, hat ihn nicht verstanden, glaubt der freie Journalist David Harnasch. Er kommentiert das Thema für den Tagesspiegel.
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- Eine Erwiderung auf Peter Schneider (Thomas Schmid) — Seite heute, 12 Uhr, bloggt Welt-Chefredakteur Thomas Schmid. Sein erster Post: Eine Erwiderung auf Peter Schneider. Richtig, es geht um Ohnesorg, Kurras und die Stasi.
- Ein Text für den Preis einer Kippe (Spiegel) — Jürgen Neffe denkt über die Zukunft der Zeitung und Paid Content nach. Und er denkt weiter als andere.
- Merkel vs. Steinmeier: Die Nachrichtenlage (Carta) — Carta stellt die Nachrichten zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nebeneinander.
- Twitter Launches Verified Accounts (TechCrunch) — Mit einem experimentellen Feature, so genannten »verified accounts«, will der Microblogging-Dienst Twitter Fake-Promis das Leben schwer machen.
- Geschmackssache Geschnatter (Zeit) — Kürzlich zog Jens Uehlecke in einer »Glosse« für die Zeit über Twitter her und musste dafür herbe Kritik einstecken. Die Zeit reagiert beleidigt.
- Weltkarte der führenden Social Networks (Leander Wattig) — Vincenzo Cosenza hat auf Basis der Daten von Alexa und Google Trends eine Weltkarte erstellt, auf der die in den jeweiligen Ländern im Juni 2009 führenden Social Networks abzulesen sind. Leander Wattig wertet sie aus.
- Amtliches Endergebnis Du dumme Sau (Blogroyal) — »Die Menschen haben sich in der Mehrzahl verwählt oder sind gar nicht erst hingegangen zur Wahl«, ärgert sich Huck Haas. Doch in eines jeden Ghetto und natürlich bei Twitter ist die Welt noch in Ordnung, »dort haben die Menschen noch ein Herz, dort sind sie zickig, dort haben sie die gleichen Probleme wie ich.« Fazit: Fischstäbchen.
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- Wie hört sich meine Schwerhörigkeit an? Hörbeispiele im Netz (Not quite like Beethoven) — Sie wollen wissen, wie es sich anhört, schwerhörig zu sein? Not quite like Beethoven hat Hörbeispiele dafür gefunden. Unbedingt reinhören!
- Monkey Island: E3 2009-Trailer und erste Screenshots von der Spielemesse (PC Games) — Monkey Island kehrt zurück. Den Screenshots und dem Trailer nach zu urteilen jedoch hat es nicht einmal ansatzweise den Charme, den die ersten Teile hatten.
- Das kleinere Übel (Don Dahlmann) — Auch Don Dahlmann wählt die Piraten. Und das, obwohl die Grünen für ihn so etwas wie eine alte Liebe sind. Und, obwohl er weiß, dass sie in Deutschland vorerst keine große Rolle spielen werden. Eine verschenkte Stimme?
- Das Wortprotokoll der Zensursula-Anhörung (netzpolitik.org) — Das Wortprotokoll der Zensursula-Anhörung im Wirtschaftsausschuss im Deutschen Bundestag vom 27. Mai steht noch nicht online, daher veröffentlicht es Markus Beckedahl in der unkorrigierten Fassung.
- Wunderkammer der Warenwelt (Tagesspiegel) — »Im Warenhaus konzentrieren sich die Reize zum Rausch«, schreibt Michael Rutschky im Tagesspiegel. Er hat eine kleine Kulturgeschichte des Kaufhauses notiert.
- Inkompetenz (wirres.net) — Felix Schwenzel erklärt, lang aber lesenswert, warum ihm als einzige Wahlalternative die Piratenpartei bleibt. Arrrrrrrr.
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