Bürokram
Musen sollen gefälligst aufhören mich zu küssen.
Die sollen den Bürokram machen.
Katz & Goldt
 

Tag: »Geschichte«

Macht & Geld 
Obama vs. Bush | 21/01/2009
Kommentare: +12 | Bookmark | Druckansicht | Kommentar-Feed

ObamaEin simpler Vergleich. Oben die Antrittsrede, die Barack Obama gestern zu seiner Vereidigung gehalten hat, darunter die von Ex-Präsident George W. Bush aus dem Jahr 2005. Beide Reden wurden einfach einmal durch den Wordle-Generator gejagt, der aus den wichtigsten Schlagwörtern Tagclouds zaubert.
 
BushAuffällig sind schon die Unterschiede bei den am häufigsten vertretenen Begriffen, »Nation«, »unsere« und »unserer« bei Barack Obama, »Freiheit« ganz vorne bei George W. Bush, dahinter mit schon einigem Abstand »Vereinigten«, »Staaten« und »unserer«. Gerade ein Blick auf die kleinen, scheinbar unbedeutenden Worte aber ist aufschlussreich.


 
Leben 
Es ist nie nur manchmal zu spät | 18/01/2009
Kommentare: +1 | Bookmark | Druckansicht | Kommentar-Feed

HowtographicsDas Wissen darum, wie man einen Truthahn mustergültig zerlegt, dürfte einige Wochen nach Weihnachten nicht mehr ganz so viel Wert sein, mit Sicherheit aber schadet es nicht, sich auch in dieser Nische zumindest ein wenig auszukennen. Der nächste Vogel kommt bestimmt. Doch nicht nur in dieser Frage hilft das Blog Howtographics.com weiter, auch denjenigen, die sich vielleicht beim Truthahnschneiden selbst massakriert haben, zeigt es, wie man sogar schwerste Verletzungen wie aus dem Lehrbuch abbindet. Obwohl, einige Wochen nach Weihnachten dürfte das tatsächlich deutlich zu spät kommen. Dennoch: Mehr als lesenswert sehenswert.
 
Via affectionista | Foto: Screenshots (Im Original aus »Good Housekeeping’s Guide for Young Homemakers« von William (Ed) Laas, Harper & Row (1966) und »Family Health and Home Nursing«, herausgegeben vom Amerikanischen Roten Kreuz, Doubleday Co. (1979).


 
Medien 
»Und dann fauchte der Drache …« | 16/12/2008
Kommentare: +11 | Bookmark | Druckansicht | Kommentar-Feed

Auch, wenn wir erst 1993 mit Vox den ersten Privatsender bekamen (wir konnten ihn über Antenne empfangen) und die Jahre vorher mit ARD, ZDF und dem WDR Vorlieb nehmen mussten, war mein Leben schon früh von Werbung geprägt. Vielleicht sogar stärker als heute, denn die wenigen Spots, die etwa zwischen den Vorabendserien ausgestrahlt wurden, brannten sich durch die geringere Frequenz wohl noch etwas besser ins Hirn ein. Im Nachhinein kommt es mir fast vor, als seien die 80er-Jahre das goldene Jahrzehnt der Fernsehwerbung gewesen. Heute wird man sich vielleicht wundern und sich fragen, wie man solche Werbung jemals produzieren konnte. Die Tatsache aber, dass ich, dass ich mich an jeden einzelnen dieser Spots noch erinnern kann als sei es gestern gewesen (und damit wohl auch nicht alleine bin), zeigt, wie gut sie dann doch waren. Da ich mich noch nicht einmal mit mir selbst auf ein Ranking einigen konnte, habe ich sie einfach alphabetisch geordnet. Übrigens: Schon damals wurden anscheinend gefühlte 99 Prozent aller Werbespots von Sky du Mont gesprochen. (Weiterlesen …)


 
Digipop 
Memento mori et MacBook | 06/10/2008
Kommentare: ± 0 | Bookmark | Druckansicht | Kommentar-Feed

Wohl kaum jemand, der in den vergangenen Jahren das MacBook bereits als Design-Klassiker bezeichnet hat, wusste, wie recht er damit hat. Zumindest mit dem »Klassiker«. Die Geschichte spricht auch mal wieder dafür, wie gut Apple darin ist, die kleinen Geheimnisse seiner Firmengeschichte für sich zu behalten. Das Foto, das wir hier sehen, hat der flickr-User patapat aufgenommen, und zwar im Kunstmuseum Basel, das Original des 1620 von einem deutschen Meister gemalten »Memento mori« hängt jedoch im Frankfurter Städel (Inventar Nr. 2236). Und es zeigt: Den ersten Entwurf für eben das Stück Computergeschichte, das heute als MacBook bekannt ist. 388 Jahre alt!
 
»Sehr traditionelle und allgemein als überholt angesehene Theorien sahen im Design die reine Formgebung von Objekten zum Zwecke der ›Verschönerung‹ und Verbesserung der praktischen Funktionalität«, lesen wir bei Wikipedia zum Stichwort Design. »Geradezu teleologisch strebten sie als Endzweck nach einer endgültigen, nicht mehr zu verbessernden Form der Dinge, als seien diese nicht stets durch Materialien, Technologien, Gebrauchsweisen, Bedürfnisse und Funktionen limitiert und vorläufig. Betont wurde der Vorbildcharakter bestimmter Entwürfe.« Was auf diesen wohl bis auf kleinere Details zutreffen dürfte. Wie vielleicht den Apfel auf dem Deckel, den der Meister wohl noch nicht im Sinn hatte. Es gibt jedoch einen anderen, historisch äußerst bemerkenswerten Umstand in dieser Geschichte: Denn Apple hat lange Zeit als Hausschrift die Garamond verwendet, die von Claude Garamond stammt, der diese Schrift in 16. Jahrhundert schuf und die dann von Jean Jannon 1620 (sic!) unter dem Namen ihres Schöpfers publiziert wurde. Wer mag da noch an Zufall glauben?
 
Foto: patapat unter CC-Lizenz | Via io


 
Nach oben
 « Vor 1 2 3
(*) Ein eventueller Flattr-Überschuss wird abzüglich der Serverkosten und Flattr-Ausgaben (5 Euro/Monat) an Reporter ohne Grenzen gespendet.
Powered by Wordpress and Net-Housting