Bürokram
Musen sollen gefälligst aufhören mich zu küssen.
Die sollen den Bürokram machen.
Katz & Goldt
 

Tag: »Blogs«

Digipop 
Einmal die Treppe rauf | 17/02/2009
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Ganz still und heimlich habe ich gestern Abend alles in diesem Blog ein Stockwerk höher getragen. Statt wie bisher im Unterverzeichnis »blog« findet sich der ganze Kladderadatsch nun direkt unter www.trotzendorff.de, inklusive den RSS-Feeds. Und die, darauf wies mich ein netter Kollege hin, haben den Umzug anscheinend nicht so gut verkraftet. Zwar werden sie seit einiger Zeit von Feedburner verwaltet, und dort habe ich auch schon Laut gegeben, dass sich an der Adresse etwas geändert hat, dennoch musste besagter Kollege die Dinger von Hand neu laden. An was man nicht alles denken muss. Hier also noch einmal die Adressen:

Beiträge: http://feeds2.feedburner.com/trotzendorff
Kommentare: http://feeds2.feedburner.com/trotzendorff_comments

Der Umzug betrifft natürlich auch alle Links von außen, wobei übertriebene Hektik vielleicht fehl am Platze wäre. Von kleinen Änderungen in der ein oder anderen Blogroll einmal abgesehen. Die Unannehmlichkeiten tun mir wirklich leid. Aber auch kleine Schönheitskorrekturen fordern eben ihren Tribut.

(*)

 
Digipop 
Nofollow? Och nö … | 09/02/2009
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NofollowWenn ich in die Statistik meines Blogs schaue, das gerade einmal seit gut fünf Monaten online ist, ergibt sich ein klares Bild: Etwa ein Drittel der Kommentare sind Spam, als solcher markiert und damit gelöscht. Zumindest auf den ersten Blick klingt das einfach. Doch Worpress — das CMS, mit dem dieses Blog läuft — lässt mich nicht in jedem Fall entscheiden, was ich für unerwünschte Werbung halte und was nicht. Die Verlinkungen etwa, die Kommentatoren hinterlassen, auf ihre oder fremde Webseiten, stuft WordPress automatisch selbst ein und verpasst ihnen das Attribut »nofollow«. Was das ist? Das zeigt ein kurzer Auszug aus Wikipedia:

»Das ›nofollow‹-Wert für das rel-Attribut wurde 2005 von Google eingeführt und nahezu gleichzeitig von allen großen Suchmaschinen (Yahoo, MSN) übernommen. Es soll dazu dienen, Spam zum Beispiel in Internetforen und Weblogs zu vermeiden. Viele Spammer versuchen, durch häufige Platzierung von Links auf die von ihnen beworbenen Webseiten ihre Linkpopularität bzw. ihren PageRank-Wert nach vorne zu bringen und dadurch die Position ihrer Website innerhalb der Suchergebnisse bei Suchmaschinen zu verbessern (Suchmaschinen-Spamming). Da derartige Links unerwünscht sind, wird an vielen Orten, an denen Besucher Links hinzufügen können, zu allen Links automatisch das rel="nofollow"-Attribut hinzugefügt. Die so markierten Links sind aus Sicht der Suchmaschinen praktisch nicht existent.«

Bisher hatte ich mich mit dem nofollow-Attribut noch nicht beschäftigt, ich wusste noch nicht einmal, dass es existiert. Und mit meinem Spam bin ich dank anderer Mittel gut zurechtgekommen, dafür brauche ich es sicher nicht. Da lautet eine naheliegende Frage doch: Wozu dient dieses Attribut denn dann? Was könnte wirklich hinter nofollow stecken? Eine mögliche Antwort bietet no-nofollow.net:

»Es ist ein offenes Geheimnis: die Suchmaschinen sind durchtränkt von Blogs in den ersten Suchresultaten. Der Grund liegt auf der Hand. Blogs werden häufig verlinkt und machen dies untereinander stets mit passenden Linktexten. Das A und O für ein gutes Ranking innerhalb der Suchmaschinen. Ausserdem verwenden viele Blogs ModRewrite und dadurch eine schöne (von Suchmaschinen heissgeliebte) URL. Die Blogs in den vorderen Rängen könnten vielen Suchmaschinen ein Dorn im Auge sein. Man gibt ihnen somit ein hübsches Attribut, verkauft dieses als Lösung für alle Spam-Probleme und schafft sich somit die Blogs aus dem Ranking. Die Blogger katapultieren sich sogar selbst raus! Welch genialer Plan!«

Ob das gleich schon die ganze Wahrheit ist oder nicht, die Antwort darauf, ob ich etwas mit nofollow am Hut haben will, ist ein klares Nein. Doch wie werde ich den fiesen Möpp wieder los? In den WordPress-Dateien für meine Kommentare habe ich nichts gefunden, zumindest nicht auf den ersten Blick. Doch an anderer Stelle schon.
 
Eine Möglichkeit zeigt beispielsweise toscho auf. Eine zweite, zumindest für WordPress, sind Plugins. Es gibt davon eine ganze Menge, ich habe mich am Ende für »NoFollow Free« entschieden. Und das aus zwei Gründen: Zunächst funktioniert es, und das auch noch ganz einfach. Grundvoraussetzung. Dann kann ich ziemlich detailliert einstellen, wann ich das nofollow-Attribut haben möchte und wann nicht. Etwa, ob ein Kommentator erst eine gewisse Anzahl an Kommentaren geschrieben haben muss, bevor es entfernt wird. Oder, in welcher Sorte Links ich das Attribut entfernen möchte. Zuguterletzt kann ich auch noch eine Schlagwortliste erstellen, nach der Kommentare durchsucht werden. Findet das Plugin einen der Begriffe, wird das Attribut wieder eingefügt. Das werde ich zwar nicht brauchen, da ich eh jeden Kommentar (zumindest bei neuen Kommentatoren) vorsortiere, für andere aber ist es eine praktische Funktion.
 
Am Ende hilft dieses Plugin, Kommentare aus eine Ecke herauszuholen, in der ich sie nie haben wollte. Denn zwei Drittel meiner Kommentatoren sind keine Spammer und sollten auch nicht als solche behandelt werden. Ganz einfach. Auch von diesen Links lebt die Blogosphäre. Ach übrigens: Mr. Wong, wohl nicht ganz unwichtig für das Ranking für Blogs, hat anscheinend erst kürzlich alle Links auf nofollow umgestellt (Via Prometeo).
 
Via sazuan | Foto: flickr / irannis unter dieser CC-Lizenz

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Digipop 
Hey, hattest Du nicht mal ein Blog? | 08/02/2009
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PlinkyJeder, der mit Schreiben zu tun hat, kennt das Weißes-Papier-Phänomen, die leere Seite beziehungsweise — als Blogger — den leeren Post. Worüber bloß soll ich schreiben? Man will ja seine Leser auch nicht langweilen. Seit kurzem will Plinky genau dabei auf die Sprünge helfen, eine Webseite, die irgendwo zwischen Twitter und klassischen Blogs angesiedelt ist — kein richtiges Bloggen, aber doch mehr als 140 Zeichen. Das Prinzip: Plinky stellt Fragen, sogenannte Prompts, jeden Tag eine. Die erste am 23. November lautete: »Defend your vice«, verteidige dein Laster. Oder, am 24. Januar: »When did you realize you were an adult?« Dazwischen auch eher Schnarchiges: Welches wilde Tier würdest du gerne zu Hause halten, was würdest du mit 1000 Dollar machen, welches Buch hast Du nie zu Ende gelesen? Der Slogan »Hey, didn’t you use to have a blog« wird für mich sicher nicht wahr werden, ein Ersatz wird Plinky nicht. Doch das Konzept ist clever und könnte Spaß machen. Denn im besten Fall regt Plinky an, vielleicht in Zukunft mit noch mehr intelligenten Fragen. Und vor allem solchen, die man auch beantworten kann. Denn ganz ehrlich — wann ich das erste Mal das Internet benutzt habe, würde ich wirklich zu gerne selbst wissen.
 
Foto: Screenshot

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Im Schloss 
Im Schloss (1) | 01/02/2009
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Igor!

Mylord?

Igor, ich habe eine Epiphanie.

Eine Epiphanie, Sir? Das tut mir leid.

Reden Sie keinen Unsinn, Igor. Könnten Sie das Labor vorbereiten?

Natürlich, sofort. Etwas Spezielles, Sir?

Blogs, Igor. Es geht um Blogs.

Natürlich.

Und schicken Sie dem Kerkermeister eine Nachricht. Schnell, bitte.

Wird erledigt, Sir.

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Medien 
Das Pferd von hinten aufgezäumt | 27/01/2009
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The Printed BlogEigentlich ist die Stoßrichtung in den Medien klar. Print goes online, Tageszeitungen und Magazine verlagern sich ins Internet, die gedruckten Auflagen sinken. Meistens. Ein Projekt aus den USA geht jetzt aber den umgekehrten Weg und verlegt ein Printprodukt — gebaut aus Online-Inhalten. »The Printed Blog« startet heute in Chicago und San Francisco, gefüllt werden soll die Zeitung mit Blogbeiträgen und User Generated Content aus der jeweiligen Region. »Ich habe so viele Techniken gesehen, die online funktionieren und von denen ich hoffe, dass ich sie auch im Printbereich umsetzen kann«, sagte Joshua Karp, Initiator des Projekts, der New York Times. Und so will er durchaus ein bisschen mitspielen im großen Mediengeschäft. Bisher haben immerhin schon 300 Blogger dem Printed Blog die Genehmigung erteilt, ihre Beiträge abzudrucken, im Gegenzug erhalten sie Anteile an den Werbeeinnahmen — wenn es denn welche geben wird. Unter den Autoren sind nicht nur kleine »Betablogger«, sondern auch Bloggrößen wie etwa »Daily Kos«. Zudem könnte das Projekt von drei Vorteilen profitieren. Vorteil eins: Die Anzeigenpreise im Printbereich sind immer noch um einiges höher als im Onlinebereich. Vorteil zwei: Anzeigenkunden dürfte der lokale Charakter des Projekts entgegenkommen. Vorteil drei: Karp kann das Geld, das klassische Tageszeitungen für Recherche, Mitarbeiter, Miete und ähnliche Fixkosten ausgeben müssen, einsparen. Und er füllt lauter kleine Nischen. »Für mich ist das der Grund, warum das Internet erfunden wurde«, sagt Karp. Kluger Mann?
 
Kollege besteckfach war so nett, mich noch auf dieses schicke Produkt hinzuweisen, dass inzwischen wahrscheinlich ausverkauft sein dürfte, nichtsdestotrotz aber jede Aufmerksamkeit verdient hat, die es kriegen kann.
 
Foto: Screenshot

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(*) Ein eventueller Flattr-Überschuss wird abzüglich der Serverkosten und Flattr-Ausgaben (5 Euro/Monat) an Reporter ohne Grenzen gespendet.
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