Kochen mit DJ und Hofnarr

»Think of ›Wayne’s World‹ meets the Food Network — with a funky beat.« So beschreibt David Gonzalez in der New York Times das, was seit einiger Zeit in Jersey City passiert, genauer in Richard Colons Küche: eine wilde Mischung aus Kochshow, Party, Jam-Session und Performance, die per Livestream ins Internet übertragen wird. »Four days a week, Mr. Colon wedges himself between counter and stove to play music with his computer, a mixer and two digitally manipulated turntables. Mr. Melendez plops himself in front of the camera and holds court as the in-house jester.« Und obwohl das Ganze die meiste Zeit über reichlich improvisiert wirkt, haben die Gäste gelernt, sich auf die Show vorzubereiten. Ich liebe es …

Bon week-end!

»Je veux d’l’amour, d’la joie, de la bonne humeur, ce n’est pas votre argent qui f’ra mon bonheur, moi j’veux crever la main sur le coeur. Allons ensemble, découvrir ma liberté, oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité.« Unfassbar gut, diese Gruppe um Isabelle Geffroy aka Zaz, und eigentlich wollte ich schon länger mal ein kleines Loblied bloggen, auf Lebensfreude, Frühlingsgefühle und eine gehörige Portion Paris in meiner Playlist. Einzig: Zeit und Muße fehlen. Wer also mehr wissen will, der_die muss sich zur Zeit bequemen, wo Jan Freitag einen schönen Artikel über den neuen französischen Chanson geschrieben hat, oder er_sie muss Zaz direkt besuchen, auf zaz-music.de. Schönes Wochenende!

Steig aus!

»Ich bin 36 Jahre alt. Das ist jetzt die dritte Kernschmelze, die ich erlebe. Wie viele denn noch?«, twitterte Lars Reineke heute Nachmittag, doch zumindest von deutschen Politikern hört man derzeit fast ausschließlich hohle Phrasen. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan klingelt einem das Wort »Laufzeitverlängerung« noch lauter in den Ohren als sonst schon, und in der aktuell wieder aufflammenden Debatte um erneuerbare Energien wehen einem als Hauptargument für atomaren Strom immer wieder die Kosten um die Ohren. Und doch gibt es für jeden Einzelnen die Möglichkeit, etwas zu tun. Anja alias @3×3ist6 zum Beispiel hatte heute eine tolle Idee: Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Prämie, die viele Ökostromanbieter für Neukunden auszahlen, als Spende nach Japan überweisen? Dieser Idee schließe ich mich an, gerne und aus Überzeugung. Immerhin 20 Euro schenkt mir die Firma Lichtblick für jeden geworbenen Kunden, und falls die Japaner tatsächlich keine Spenden brauchen (was man abwarten sollte) oder einer der vielleicht Geworbenen der Meinung sein, es gebe sinnvollere Wege, dieses Geld zu investieren: Projekte, die sich um erneuerbare Energien kümmern, finden sich zuhauf, und ich bin offen für jeden Vorschlag. Übrigens: Seinen Stromanlieferanten zu wechseln, ist alles andere als Hexenwerk. Nach erteiltem Auftrag kümmert sich der neue Anbieter in der Regel um alle Formalitäten, er übernimmt die Kündigung des alten Vertrages, höchstens der Zähler muss vom Kunden noch einmal abgelesen werden. Einfacher geht es kaum. Also: Wer sauberen, atom‑ und kohlefreien Strom nutzen möchte, schickt mir einfach eine Mail mit seinem Namen an trotzendorff [at] me.com oder hinterlässt Namen und E-Mail-Adresse in den Kommentaren und ich leite diese an Lichtblick weiter. Einen Nachweis über die erfolgte Spende liefere ich auf Wunsch gerne nach.