John McCain hat verloren. Nicht nur gegen Barack Obama, nein, gleich gegen die ganze »Obama-Bewegung», wie Bill Clinton das mal genannt hat. Nun ist der erste Schwarze Präsident der USA, der wohl mächtigste Mann der Welt. Ein Sieg der Bewegung, der Performance, des gelungenen Auftritts. »Change has come to America«, sagte Obama in seiner Siegesrede in Chicago. Doch was wird außerhalb der Staaten passieren? Dieser Sieg nämlich dürfte auch ein Sieg sein, der den Umgang mit Amerika für viele Länder dieser Welt nicht gerade einfacher machen wird. Allen voran für die europäischen Staaten.
Barack Obama nämlich ist keine so einfache, manchmal sogar berechenbare Figur wie George W. Bush, vor allem aber keine so einfache Figur, wie sie sich mancher Politiker wohl gewünscht haben wird. So recht taugt der gebürtige Hawaiiner nicht dazu, sich an ihm zu reiben. Und zum Feindbild taugt er erst recht nicht, zu smart, zu inspirierend, zu clever. Zu schwarz? Nicht wenige dürften sich dieser Tage beim »positiven Rassismus« erwischt haben. Auch das wird es Obama in Zukunft bei harten Entscheidungen wohl kaum leichter machen Im Gegenteil. (Weiterlesen …)
John McCain hat verloren. Nicht nur gegen Barack Obama, nein, gleich gegen die ganze "Obama-Bewegung", wie Bill Clinton das mal genannt hat. Nun ist der erste Schwarze Präsident der USA, der wohl mächtigste Mann der Welt. Ein Sieg der Bewegung, der Performance, des gelungenen Auftritts. "Change has come to America", sagte Obama in seiner Siegesrede in Chicago. Doch was wird außerhalb der Staaten passieren? Dieser Sieg nämlich dürfte auch ein Sieg sein, der den Umgang mit Amerika für viele Länder dieser Welt nicht gerade einfacher machen wird. Allen voran für die europäischen Staaten. Barack Obama nämlich ist keine so einfache, manchmal sogar berechenbare Figur wie George W. Bush, vor allem aber keine so einfache Figur, wie sie sich mancher Politiker wohl gewünscht haben wird. So recht taugt der gebürtige Hawaiiner nicht dazu, sich an ihm zu reiben. Und zum Feindbild taugt er erst recht nicht, zu smart, zu inspirierend, zu clever. Zu schwarz? Nicht wenige dürften sich dieser Tage beim "positi
Die Sorge vieler konservativer Intellektueller scheint berechtigt gewesen zu sein. Es ist 3:11 Uhr Mitteleuropäischer Winterzeit am 5. November, der richtige Zeitpunkt für eine Mütze Schlaf. Denn die derzeitige Entwicklung, nach der die Demokraten den nächsten Präsidenten der USA stellen, dürfte sich, so glaube ich, kaum noch einmal drehen. Die letzten Zahlen (Obama zu McCain):
ARD: 175 : 76
ZDF: 171 : 40
CNN: 174 : 49
BBC: 175 : 76
NBC: 175 : 70
SkyNews: 144 : 72
New York Times: 62 : 8
Washington Times: 81 : 34
RTL: 174 : 54
Sat.1/N24: 174 : 49
NTV: 175 : 49
Gute Nacht, da draußen, was immer Du sein magst.
Foto: flickr/Wa-J unter CC-Lizenz
Die Sorge vieler konservativer Intellektueller scheint berechtigt gewesen zu sein. Es ist 3:11 Uhr Mitteleuropäischer Winterzeit am 5. November, der richtige Zeitpunkt für eine Mütze Schlaf. Denn die derzeitige Entwicklung, nach der die Demokraten den nächsten Präsidenten der USA stellen, dürfte sich, so glaube ich, kaum noch einmal drehen. Die letzten Zahlen (Obama zu McCain): ARD: 175:76ZDF: 171:40CNN: 174:49BBC: 175:76NBC: 175:70SkyNews: 144:72New York Times: 62:8Washington Times: 81:34RTL: 174:54Sat.1/N24: 174:49NTV: 175:49 Gute Nacht, da draußen, was immer Du sein magst. Foto: flickr / Wa-J unter CC-Lizenz
Kritik an Bloggern hat es immer gegeben, es wird sie auch immer geben, interessanterweise aber kommt sie immer von zwei Seiten: Von Verweigerern oder den Medien. So auch am vergangenen Wochenende, als die Schweizer Sonntagszeitung mit dem Artikel »Bla-Bla-Blogger — Die Rebellen versinken im Mittelmaß« mal wieder versucht hat, etwas Staub aufzuwirbeln. Zumindest in der Blogosphäre scheint das geklappt zu haben, wie unter anderem die Reaktion auf medienlese.com zeigt. Die Gegenwehr von Ronnie Grob: »Ich glaube, etwas Empörung ist von Leserseite, von Bloggerseite schon angebracht, wenn etablierte Medien, die viel Geld hinter sich haben und behaupten, immer Journalismus zu betreiben, Blödsinn produzieren.« (Weiterlesen …)
Kritik an Bloggern hat es immer gegeben, es wird sie auch immer geben, interessanterweise aber kommt sie immer von zwei Seiten: Von Verweigerern oder den Medien. So auch am vergangenen Wochenende, als die Schweizer Sonntagszeitung mit dem Artikel "Bla-Bla-Blogger — Die Rebellen versinken im Mittelmaß" mal wieder versucht hat, etwas Staub aufzuwirbeln. Zumindest in der Blogosphäre scheint das geklappt zu haben, wie unter anderem die Reaktion auf medienlese.com zeigt. Die Gegenwehr von Ronnie Grob: "Ich glaube, etwas Empörung ist von Leserseite, von Bloggerseite schon angebracht, wenn etablierte Medien, die viel Geld hinter sich haben und behaupten, immer Journalismus zu betreiben, Blödsinn produzieren." Nun gibt es bereits diverse etablierte Medien, die sowohl das Potential von Bloggern, als auch die Unterschiede zwischeneinander erkannt haben und beides nutzen. Ein wenig aber wirkt auch dieser Fall wie die Entgleisung des Werbeagenturinhabers Jean-Remy von Matt, der einst Blogs als die Klowänd
Wer glaubt, die Jugend lauere da draußen auf den Straßen, Kaugummi kauend und auf den Gehsteig rotzend, der irrt. Und überhaupt, die Jugend lauert nicht, sie »faulenzt« auch nicht oder »gammelt rum«. Wie lange es wohl her ist, dass ich diese Worte irgendwo gehört habe? Schöne Worte, aber vom Aussterben bedroht, seit irgendwer das »Prokrastinieren« zum Trend ausgerufen hat. Schon seit mehreren Jahren scheinen sich zwei Künstler damit auseinanderzusetzen, ohne vielleicht je davon gehört zu haben: Markus Muntean und Adi Rosenblum. Noch bis zum 1. Februar widmet ihnen die Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien die Ausstellung »Between what was and what might be« mit teils eigens für diesen Anlass entstandenen Gemälden sowie den Filmen »Shround« und »Run«, zweiterer eine Weltpremiere. Eine Ausstellung auch über die Jugend. (Weiterlesen …)
Wer glaubt, die Jugend lauere da draußen auf den Straßen, Kaugummi kauend und auf den Gehsteig rotzend, der irrt. Und überhaupt, die Jugend lauert nicht, sie "faulenzt" auch nicht oder "gammelt rum". Wie lange es wohl her ist, dass ich diese Worte irgendwo gehört habe? Schöne Worte, aber vom Aussterben bedroht, seit irgendwer das "Prokrastinieren" zum Trend ausgerufen hat. Schon seit mehreren Jahren scheinen sich zwei Künstler damit auseinanderzusetzen, ohne vielleicht je davon gehört zu haben: Markus Muntean und Adi Rosenblum. Noch bis zum 1. Februar widmet ihnen die Sammlung Essl in Klosterneuburg bei Wien die Ausstellung "Between what was and what might be" mit teils eigens für diesen Anlass entstandenen Gemälden sowie den Filmen "Shround" und "Run", zweiterer eine Weltpremiere. Eine Ausstellung auch über die Jugend. Die Figuren der gebürtigen Israelin Rosenblum und des Österreichers Muntean wirken oft so, als müssten sie eine ganze Menge Zeit überbrücken. Die auch handwerklich beeindru