Bürokram
Musen sollen gefälligst aufhören mich zu küssen.
Die sollen den Bürokram machen.
Katz & Goldt
 
Medien 
Brauchen wir ein iTunes für Nachrichten? | 17/01/2009
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iNewsKeine Frage, das Internet hat so manche Branche in den vergangenen Jahren mächtig durcheinandergewirbelt — allen voran die Musikindustrie. Zunächst von Raubkopierern gepiesakt, war es vor allem Apples iTunes-Store, der die Nutzer weltweit dazu brachte, auch für digitale Musik wieder Geld auf den Tisch zu legen. Wie David Carr in der New York Times schreibt, ist das Geschäft der großen Labels zwar um einiges kleiner geworden, doch seien sie schließlich immer noch im Geschäft. Auch dank Steve Jobs. In seinem Artikel »Let’s Invent an iTunes for News« schreibt Carr weiter: »Diejenigen von uns, die im Nachrichtengeschäft sind, können wohl kaum für die Hoffnung getadelt werden, jemand wie er käme des Weges und würde unser Geschäft mit dem selben Trick ruinieren: Indem er die Millionen Nutzer, die ihre Nachrichten jeden Tag umsonst bekommen, davon überzeugt, dass es Zeit ist, dafür zu zahlen.«
 
Was Carr hier anstößt, ist die lange schwelende Debatte darüber, wie Nachrichten im Internet bezahlt werden können. Dafür zitiert er unter anderem den Telekommunikationsanalytiker Craig Moffett mit den Worten, die Ansicht, die enormen Kosten für echte Berichterstattung könnten von Werbebannern am Seitenrand, einer Google-Suchbox oder Werbeteasern vor Nachrichtenvideos abgesichert werden, sei auf den ersten Blick idiotisch. Und Carr macht gleich noch ein zweites Fass auf, indem er das, was in Deutschland gerne Bürgerjournalismus genannt wird, kurzerhand abwatscht. Aufhänger für ihn ist ein Artikel von Michael Hirschorn im »Atlantic«, in dem dieser nicht nur so »töricht« ist, das Ende der New York Times vorherzusagen, sondern gleich auch noch nachschiebt, es sei gar kein so großes Ding, dass Tweets und Blogs in der Berichterstattung etwa aus Mumbai oder New Orleans eine journalistische Lücke füllen. Carr kontert, wie Journalisten gerne kontern und verteidigt seine Times und ihre journalistischen Anstrengungen. Diese würden nicht durch eine Avantgarde unbezahlter Content-Lieferanten ersetzt. Punkt. (Weiterlesen …)


 
 
Medien 
Hätte, Wenn und Aber stehen nicht auf dem Platz | 15/01/2009
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Angela MerkelMit dem Viralen Marketing im Todesstern Stuttgart hat sich Dominik Kuhn einen Namen gemacht, jetzt hat er für den SWR nachgelegt. In »Was wäre, wenn? – Die Welt auf Schwäbisch« mit Malte Arkona. Nun gut, Arkona hätte man für die Sendung nicht gebraucht, die Clips aber sind nach wie vor großartig. Die Tagesschau mit Jan Hofer, die Weihnachtsansprache der Bundeskanzlerin oder »Obama isch oiner von ons!«. Wem diese kurzen Ausschnitte nicht genügen, der kann sich die gesamte Sendung, die der SWR am 11. Januar ausgestrahlt hat, auch auf Youtube noch einmal angucken, in drei Teilen. Zwar mit Malte Arkona, aber den kann man ja vorspulen.
 
Foto: Screenshot


 
 
Digipop 
A short history of marketing | 14/01/2009
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A short history of marketingAls stolzer Vorzeigekapitalist liebe ich Konsum und Werbung. Natürlich. Und ich liebe dieses Video, »A short history of marketing« von Michael Reissinger (Deli Pictures), das er für Scholz & Friends gemacht hat. Es ist ein wunderbarer Abriss (3:30 Minuten) einiger Jahrzehnte Konsumkultur inklusive Ausblick in die Zukunft. Auch wenn ich die Moral am Ende etwas seicht finde. Aber auch das ist eben Marketing.
 
History of the InternetUnd da wir gerade schon bei den Kurzabrissen sind, hier noch ein zweiter Tipp: Der Film von Melih Bilgil, der in gut acht Minuten die Geschichte des Internets erzählt (Via Jürgen Lübeck). Bilgil hat im Rahmen seiner Diplomarbeit an der FH Mainz eine diverse Projekte entwickelt, darunter auch ein Blog und eben diesen Film.
 
Fotos: Screenshots


 
 
Digipop 
140 Zeichen, 140 Fragen | 13/01/2009
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Twitter is not a chatWas ist Twitter? Ist Twitter Kommunikation? Ist Twitter reine Kommunikation? Ist Twitter echte Kommunikation? Wer bei Twitter ist echt? Ist es wichtig, wer bei Twitter echt ist? Ist Kommunikation wertvoll? Kann eine Kommunikation wertvoller sein als eine andere? Machen sich Twitterer abhängig? Ist Twitter abhängig von anderen Kommunikationsformen? Hält twittern vom echten Leben ab? Ist Twitter das echte Leben? Ist das Leben besser geworden durch Twitter? Muss twittern witzig sein? Sind Witze über Twitter witziger? Wieviel von dem, was getwittert wird, würden Twitterer ohne Twitter für sich behalten? Wie viele Menschen twittern? Twittern nur Menschen? Twittern Menschen wegen der Menschen oder wegen Twitter? Wäre Twitter ohne Menschen denkbar? Muss man beim twittern denken? Darf man beim twittern denken? Ist Twitter wichtig? Was ist das Wichtige an Twitter? Wie wertvoll ist Twitter? Ist Twitter wertvoll? Was macht Twitter wertvoll? Muss Twitter kostenlos sein? Hat Twitter Macht? Wer hat bei Twitter die Macht? Ist Twitter eine Macht? Wer macht was bei Twitter? Was macht Twitter mit wem? Wem nützt Twitter? Wer nützt Twitter? Wer nutzt Twitter? Wird Twitter ausgenutzt? Woraus ist Twitter entstanden? Was wird aus Twitter werden? Was wird aus den Twitterern werden? Kann man als Twitterer was werden? Wie wird man Twitterer? Ist Twitter sinnvoll? Wie twittert man sinnvoll? Muss twittern sinnvoll sein? Twittern Twitterer, weil sie müssen? Gibt es ein Leben ohne Twitter? Gibt es ein Leben nach Twitter? Lebt Twitter? Ist Twitter ein Chat? Chatten Twitterer? Kann jeder twittern? Twittert meine Mutter? Folgt mir meine Mutter? Weiß ich, ob meine Mutter mir folgt? Wäre es schlimm, wenn meine Mutter mir folgt? Weiß ich, wer mir folgt? Kann ich wissen, wer mir folgt? Ist es wichtig, wer mir folgt? Ist es wichtig, wie viele mir folgen? Muss ich jedem folgen, der mir folgt? Woher weiß ich, wem ich folgen sollte? Wem sollte ich besser nicht folgen? Ist es wichtig, wem ich folge? Folgt Twitter bestimmten Regeln? Regelt sich Twitter selbst? Ist Twitter nur Seelenstriptease? Hat twittern Seele? Ist twittern emotional? Darf man Emotionen twittern? Was darf man twittern? Was muss man twittern? Muss man twittern? Ist twittern Stress? Sind Twitterer Mitläufer? Läuft Twitter einfach so mit? Gibt es einen Unterschied zwischen Twitter und Blogs außer der Länge? Gibt es einen Unterschied zwischen Twitter und identi.ca? Macht Twitter den Unterschied? Kann man Twitter verstehen? Muss man Twitter verstehen? Versteht mich Twitter? Löst Twitter Probleme? Ist Twitter ein Problem? Ist Twitter das Problem? Ist Twitter ein Zeitvertreib? Wie viel Zeit vertreiben sich Twitterer durch Twitter? Wie viel Zeit bleibt neben Twitter? Spielt Zeit eine Rolle für Twitter? Was spielt eine Rolle für Twitter? Ist twittern spontan? Wie spontan kann man trotz Twitter sein? Macht Twitter Spaß? Muss twittern Spaß machen? Was an Twitter macht Spaß? Darf man erwarten, dass Twitter Spaß macht? Was erwartet man von Twitter? Lenkt Twitter ab? Lenkt Twitter die Nutzer? Nutzen die Nutzer Twitter oder nutzt Twitter die Nutzer? Stört Twitter? Wird Twitter gestört? Sind Twitterer gestört? Kann man sich mit Tweets länger beschäftigen? Womit beschäftigen sich Tweets? Wann beschäftigt mich ein Tweet? Wen beschäftigt Twitter? Wie viele Menschen beschäftigt Twitter? Twittert man aus Langeweile? Hilft Twitter gegen Langeweile? Wird Twitter langweilig? Wann wird Twitter langweilig? Wie lange wird Twitter überleben? Werden wir Twitter überleben? Wie ist Twitter organisiert? Gibt es Twitter-Cliquen? Kann man Twitter ersetzen? Ist Twitter ein Ersatz? Wofür ist Twitter ein Ersatz? Ist Twitter Web 2.0? Kann man Twitter lernen? Was lernen wir von Twitter? Macht Twitter dümmer oder klüger? Wie dumm oder klug sind Twitterer? Wie dumm oder klug ist Twitter? Lässt sich mit Twitter Geld verdienen? Darf man mit Twitter Geld verdienen? Ist Twitter Kunst? Ist Twitter angemessen? Ist Twitter nur ein Hype? Wie lange dauert ein Hype? Ist Twitter bekannt? Wer kennt Twitter? Ist Twitter eine Herausforderung? Wen fordert Twitter heraus? Kommt Twitter auf den Punkt? Ist Twittern Narzismus? Rettet Twitter die Welt? Ist Twitter noch zu retten? Ist Twitter logisch?
 
Foto: flickr / action datsun unter CC-Lizenz


 
 
Medien 
Der Krieg der Bilder | 12/01/2009
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FotografJeden Tag werden den Redaktionen dieser Welt dutzende, vielleicht hunderte Fotos von den Krisenherden rund um den Globus angeboten. Die wenigsten davon schaffen es in die Zeitungen oder auf Nachrichtenportale. Immer wieder schaue ich diese Fotos durch, in letzter Zeit vor allem aus dem Gazastreifen, und frage mich, welches davon für den jeweiligen Artikel geeignet wäre. Die Bilder der Agenturen zeigen alles: die Zerstörung, das Elend, Leichen, verzweifelte Menschen. Doch wenn die Medien dieser Tage über den Gazakrieg berichten, werden meist Fotos ausgewählt, die aus sicherer Entfernung aufgenommen sind. Manchmal sogar romantisch wirkende Bilder, mit Soldaten vor Sonnenuntergängen. Selten aber sind die Aufnahmen nah dran.
 
Das hat seinen Grund. Anders als Robert Basic Anfang des Jahres geschrieben hat, geht es nämlich nicht nur um die Frage, was Lesern zuzumuten ist oder was man ihnen vorenthält. »Was wir in den Nachrichten sehen, ist meistens nur Kindergarten-Mist, das viel zu schonend mit Krieg umgeht«, schreibt Basic und verweist auf eine Bilderstrecke auf boston.com, die keinen Halt vor dem ganzen Grauen macht. Doch das ist nur die eine Seite. (Weiterlesen …)


 
 
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