Wie das mit dem Musikverbreiten ganz ohne Datenträger gehen soll, von dem Du hier schreibst, würde mich ernsthaft interessieren. Ich kratze schonmal mein Erspartes zusammen, das Kind schaukeln wir zu einer Kulturrevolution! Doch zum Ernsthaften: Ein wenig von dem Enthusiasmus, dem Ärger, vielleicht sogar der Wut, die in diesem Text steckt (bei dem ich einfach mal davon ausgehe, dass er weniger Zeit in Anspruch genommen hat, als das viel diskutierte Internet-Manifest), hätten sich viele glaube ich auch beim Manifest gewünscht. (Weiterlesen …)
Igor!
Mylord?
Igor, halten Sie die Kutsche an.
Aber wir sind schon fast zwei Tage unterwegs, Sir.
Tun Sie, was ich sage, Igor. Wir müssen zurück ans Meer.
Ans Meer, Sir? Sie wissen doch, dass das nicht geht …
Igor!
Sir?
Igor, schauen Sie doch nur. All das Land, all diese vielen Menschen, das ist doch furchtbar …!
Es tut mir leid, Sir. Ich habe meine Anweisungen.
Anweisungen, Igor? Anweisungen? Haben Sie vergessen, wer Ihr Salär zahlt?
Hier, Sir. Nehmen Sie einen Schluck. Das wird Ihnen gut tun.
Gut, ich weiß. Eigentlich bin ich gar kein Sachse. Eigentlich bin ich Rheinländer. Aber ich lebe hier, seit drei Jahren, und das gerne. Und das soll noch ein bisschen so bleiben. Jetzt aber kommen sie wieder, all die klugen Köpfe, und zeigen mit dem nackten Finger in den Osten, auf »die Sachsen«, auf »die Thüringer«. Was wurde da aber auch wieder gewählt, die NPD in Sachsen scheint die Fünf-Prozent-Hürde zu knacken, in Thüringen bleibt sie knapp darunter. So zumindest sieht es derzeit aus. Bei Twitter gibt es genügend Kommentare, die das allen Sachsen in die Schuhe schieben. Teilweise dumpfe Polemik wie hier, hier, hier, hier oder hier, die kein Mensch braucht und die die Debatte gewollt in eine unsachliche Ecke treibt. Und einige hauen gleich auch noch auf Sachsen-Anhalt ein, obwohl dort gar nicht gewählt wurde. Unerträglich. (Weiterlesen …)
So viel Zeit hätte ich auch gerne.
Reach for the Sun von Chad Richard auf Vimeo.