Endlich: anständige Cookie-Verwaltung für Safari

Cookies

Foto: flickr | Mrs Magic unter dieser CC-Lizenz

Lange habe ich SafariPlus nachgetrauert und mich darüber geärgert, dass Safari keine anständige Cookie-Verwaltung mitbringt. Damit ist jetzt Schluss, seit dem 12. April gibt es Safari Cookies, das auf dem Quellcode von SafariPlus (Creative-Commons-Lizenz) und Safari Adblock (GPL-Lizenz) basiert. Voraussetzung für Safari Cookies ist Mac OS 10.5, am 10. Mai ist Version 0.6.3 erschienen. Obwohl sich die Cookie-Verwaltung noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet, scheint sie ordentlich zu funktionieren, nach einem ersten Test gab es bei mir keine Probleme.

Das Plugin gibt eine Liste der gespeicherten Cookies aus, von der sich per Hand die unerwünschten Kekse löschen lassen. Noch komfortabler ist die Verwaltung über eine Cookie-Whitelist, die einzelnen Domains erlaubt, ihre Cookies auf dem Rechner abzulegen. Alle Cookies, die nicht auf dieser Liste stehen, können auf Wunsch gelöscht werden, sobald Safari beendet wird, für Fans von Protokollen gibt es zudem die Möglichkeit, ein Logfile über alle Cookie-Aktivitäten anlegen zu lassen. Ich bin begeistert. Fast genauso schön ist übrigens, dass der Inquisitor endlich wieder unter Safari funktioniert (gefunden in den Kommentaren im fscklog).

Das FROH! Magazin sucht Autoren und Gestalter

Wende

Foto: flickr | Lord Jim unter dieser CC-Lizenz

Im vergangenen Jahr hat das Magazin-Projekt FROH! für einiges Aufsehen gesorgt, Kai vom Stylespion schrieb über die Ausgabe, die sich mit dem Thema Weihnachten beschäftigt hatte, zum Beispiel: »Das Magazin glänzt mit einem tollen Layout, mit wirklich tollen Illustrationen, mit Interviews und Geschichten, ganz so, als hätte sich die Redaktion der brand eins mal eben ein zweites Standbein aufgebaut.« Wohl auch aufgrund solcher Kritiken haben die Macher sich entschlossen, es nicht bei diesem einen Heft zu belassen, im Herbst kommt das zweite FROH! Magazin zum Thema Wende. Und damit das mehr hergibt, als mein plumpes Symbolfoto, suchen Chefredakteur Sebastian Pranz und Herausgeber Michael Schmidt noch kluge Köpfe:

Bitte Wenden! Das FROH! Magazin geht in die zweite Runde und sucht Gestalterinnen und Gestalter bzw. Autorinnen und Autoren. Nach dem Erfolg des Debüts zum Thema Weihnachten, erscheint nun im September eine »Wende«-Ausgabe des Konzeptmagazins, die sich am 20. Jahrestag der deutsch-deutschen Wende orientiert. Das Spiel mit dem Thema, die unterschiedlichen, teilweise überraschenden Perspektiven und die interessante Mischung der Beiträge, die schon die »Weihnachts«-Ausgabe auszeichneten, bestimmen auch diesmal die Herangehensweise: »Wir möchten den Begriff einmal ganz ernst nehmen und auf sich selbst anwenden: Wir drehen und wenden ihn, um seine Rückseite zu betrachten und bekommen dadurch selbst einen anderen Blick auf die Dinge.«

Das Heft soll Mitte September erscheinen, Ideen für Beiträge können bis zum 20. Juni eingereicht werden. Die Ausschreibung ist ab sofort unter der Adresse mitmachen@frohmagazin.de erhältlich.

Wer dieses »nonprofit Konzept-Magazin« vorher noch ein wenig beschnuppern möchte, kann das unter frohmagazin.de tun, lesens‑ und lohnenswert ist auch der kleine Text über die Weihnachts-Ausgabe auf jetzt.de. Und wer neugierig ist, aus welcher Ecke dieses Magazin eigentlich kommt, sollte einen Blick auf das Kölner Motoki-Kollektiv werfen.

Ach, Jacques!

Ich bin ein großer Fan von Jacques Berndorf und seinen Eifel-Krimis, einer der vielleicht besten deutschen Krimireihen überhaupt, auch, wenn Berndorf in den vergangenen Jahren etwas nachlässt. Überdurchschnittlich aber ist jedes einzelne seiner Bücher dennoch, vor allem, weil dieser bemerkenswerte Mann, der früher unter anderem für Stern und Spiegel geschrieben hat, nun schon etliche Jahre in Dreis-Brück lebt und man jeder Zeile anmerkt, wie sehr er diese Landschaft liebt und wie gut er sie kennt. Auch deshalb ist Berndorf prädestiniert dafür, einen Reiseführer über die Eifel zu schreiben. Und das hat er denn auch getan und 2008 das Buch »Gebrauchsanweisung für die Eifel« verfasst, erschienen im Piper-Verlag. Durchaus gelungen, fast ein typischer Berndorf, aber auch einer mit Schönheitsfehlern, wie ein kleines Zitat aus dem Kapitel »Unheil über der Eifel« zeigt. Weiterlesen →

Termine, Termine, Termine

Alphorn

Foto: Wikipedia unter dem Label der Gemeinfreiheit

Keine 24 Stunden nach der Wiederwahl Horst Köhlers zum Bundespräsidenten hat das Bundespräsidialamt seine Termine für die kommende Woche bekanntgegeben. Der Mann stürzt sich eben gleich wieder in die Arbeit für dieses Land. Getreu seiner gestrigen Ansprache: »Ich freue mich auf die kommenden fünf Jahre, und ich verspreche Ihnen, liebe Landsleute: Ich werde weiter mein Bestes geben.«

Montag, 25. Mai 2009
19:00 Uhr — Hamburg, Laeiszhalle
Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler beim Benefizkonzert des Bundespräsidenten
 
Dienstag, 26. Mai 2009
16:00 Uhr — Schloss Bellevue
Empfang von Mitgliedern der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) aus Anlass des 10-jährigen Bestehens durch den Bundespräsidenten — Fototermin —
 
Freitag, 29. Mai 2009
11:00 Uhr — Schloss Bellevue, Schlosspark
Empfang einer Gruppe von Alphornbläsern des Deutschen Alphornbläser-Verbandes aus Baden-Württemberg durch den Bundespräsidenten — Fototermin —

Die Amtsübergabe hätte zwar eh erst am 1. Juli stattgefunden, vielleicht aber sind Gesine Schwan, Peter Sodann und der Dings ja nun doch ganz froh, dass das gestern nicht geklappt hat mit dem höchsten Staatsamt.

X-Blogger

Nun blogge ich schon einige Jahre mit mehr oder weniger großem Erfolg Vergnügen und entdecke immer noch so vieles, das ich doch noch nicht entdeckt habe. Zum Beispiel eine »Initiative« von Christian Fischer und Pia Drießen aus dem Jahr 2005 (!) — die X-Blogger. Vielleicht aktueller denn je:

Es gibt A-List-Blogger, Business-Blogger, ›Ich bin auch dabei‹-Blogger, Blogger im Umkreis um X, die dafür nicht mit Y können, reiche Blogger, arme Blogger, Blogger im Umkreis um Y, die dafür nicht mit Z aber immerhin ein bisschen mit X können, kommerzielle Blogger, die uns alle verraten haben, nicht-kommerzielle Blogger, die einfach nichts begreifen, journalistische Blogger, die natürlich besser sind als die Tagebuchschreiber, Powerblogger, literarische Blogger, ›hingerotzt und abgeschickt‹-Blogger, Fotoblogger und Ascii-Blogger. Und noch so viel mehr. Inklusive jeder Menge Grabenkämpfe zwischen allen.
 
Und es gibt — seit dem gestrigen Chat-Abend mit Fräulein Pia die X-Blogger.
 
Wir lassen uns nicht in Schubladen stecken; wir lesen und kommentieren wiedewiedewie es uns gefällt.
 
Denn die Wahrheit ist irgendwo da draußen.

Unterschrieben. »Natürlich gibt’s auch einen Button (Buttons sind wichtig!) zum mitnehmen und verlinken. Ist doch klar.« Den (rechts unten) aber musste ich etwas anpassen. Farblich. Pardon.