Durchgefavt: der Dezember (anno 2011)

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Auf den nächsten Schreiber eines "10 Grad hahaha"-Tweets wartet eine Sauerländer Fichte. Raureifbedeckt und mitten ins Gesicht.

Nichts ersetzt das saftige "Fupp", mit dem ein Hamster im Staubsaugerrohr verschwindet.
@arschhaarzopf
arschhaarzopf

"Ist's ein Geschenk? Soll ich's Ihnen einpacken?""Aber nicht wieder husch-husch! Und liebevoll dabei gucken!"
@Vergraemer
Taubenvergrämer
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Yes, Virginia, there is a Santa Claus

»Im Jahr 1897 wurde Philip O’Hanlon, der Assistent eines Untersuchungsrichters (›Coroner‹) in Manhattans Upper West Side, von seiner acht Jahre alten Tochter Virginia gefragt, ob Santa Claus wirklich existiere. Virginia hatte zu zweifeln begonnen, ob es einen Weihnachtsmann gäbe, weil ihre Freunde ihr erklärt hatten, dass es ihn nicht gibt. Ihr Vater antwortete ausweichend, war aber damit einverstanden, dass sie an die New York Sun schreibe, einer zu jener Zeit bedeutenden New Yorker Zeitung, ihr dabei versichernd, dass das Blatt die Wahrheit sagen würde. Während er die Verantwortung damit los war, gab er unversehens einem Redakteur der Zeitung, Francis P. Church, eine Gelegenheit, über die einfache Frage nachzudenken und die philosophischen Sachverhalte hinter ihr anzusprechen. Church war ein Kriegskorrespondent während des amerikanischen Bürgerkrieges, einer Zeit, die große Leiden und einen entsprechenden Mangel an Hoffnung und Glauben bei vielen in der Gesellschaft erzeugte. Obwohl das Blatt die Antwort auf Virginias Zuschrift an siebter Stelle unter den Leitartikeln auf Seite 6 platzierte, noch unter einem Kommentar über ein eben erfundenes ›kettenloses Fahrrad‹, war seine Botschaft für viele Leute, die sie lasen, sehr bewegend. Mehr als ein Jahrhundert später ist es der am meisten nachgedruckte Leitartikel überhaupt in den Zeitungen in englischer Sprache.«

Virginia O'Hanlon (circa 1895)

Foto: Wikipedia (public domain)

Der Original-Brief an die Sun

Foto: Wikipedia (public domain)

Francis Pharcellus Church

Foto: Wikipedia (public domain)

Das Original-Editorial aus der Sun

Foto: Wikipedia (public domain)

The same procedure as every year

Sexismus in Weihnachtsliedern? Anita Sarkeesian hat ihre Top 5 zusammengetragen, auf mal bitterernste, mal wunderbar ironische Art und Weise. Und obwohl sie selbst sagt, mensch könne wohl kaum ändern, dass alle Jahre wieder die gleichen Lieder im Radio rauf und runter laufen, obwohl sie Sterotype wiederkäuen und (alte) Geschlechterrollen zementieren, hat sie eine interessante Idee: »Maybe you can use them as a way to engage in a conversation about sexism with your friends and families over the holidays«, schlägt sie vor und verspricht interessante und lebhafte Debatten. Da würde ich über Weihnachten gerne mal bei der ein oder anderen Runde Mäuschen spielen.

Meine neuen Begleiter*

Dexter

Foto: Trotzendorff

»Guten Morgen, ihr Hübschen! Ich hoffe euch geht’s gut und ihr genießt das Wetter genauso wie ich.«[1] »Es gibt Dinge, ganz speziell Schuhe, die lassen mein Herz stehen bleiben. Ich kriege feuchte Hände, einen trockenen Mund, Schmetterlinge im Bauch und ich stammle wirres Zeug. Dann ist es meistens schon um mich geschehen, ich bin verliebt und ich muss den Schuh haben. Da beißt keine Maus den Faden ab.«[2] »Stiefel sind für mich absolut überlebensnotwendig, wenn die Temperaturen in niedere Gefilde abwandern.«[3] »Was mich im Herbst glücklich macht: mit warmen Stiefeln durch raschelndes Laub zu laufen.«[4] »Doch machen wir uns nichts vor:«[5] »Es wird kalt. Arschkalt.«[6] »Da frieren schnell nicht nur Gesicht und Hände, sondern auch die Füße und es wird Zeit, Ausschau nach warmen Winterschuhen zu halten. Aber natürlich sollen sie neben warm und gemütlich vor allem auch besonders stylisch sein.«[7] »Meine Lieblingsmodelle sind ganz eindeutig die, die durch Zurückhaltung hervorstechen. Als Garant für eine klassisch schlichte, zeitlos elegante Inszenierung machen dezente Töne wie Grau, Taupe und subtil wirkende Sorbetfarben das Rennen.«[8] »Wenn irgendetwas gar nicht geht, sind es Männer in Ugg Boots. Ich oute mich jetzt gerne als ignoranter Spießer, aber diese Kombination bekomme ich einfach nicht auf die Kette.«[9] »Ich bin jahrelang trotz Minusgraden mit nackten Beinen und Rock/Kleid und offenen Schuhen los stolziert. So fern es abends war. Doch letztes Jahr stellte ich fest: große Mädchen machen so etwas nicht mehr und sollten sich langsam ›anständig‹ anziehen.«[10] Weiterlesen →