- Aller Welt Feind (Süddeutsche) — »Illegale Downloads als Wahlprogramm« – Die Süddeutsche Zeitung beweist eindrucksvoll, wie man auf sprachlich solidem Niveau politisches Nichtwissen demonstriert.
- 10 Sätze zur Zukunft des Journalismus (agorazein) — Torsten Meise schreibt genau diese auf. Punkt.
- Leben in 140 Zeichen (Viralmythen) — Nicht nur, was »déformation professionelle« ist, kann man von Benedikt Köhler lernen, sondern auch etwas über die Relevanz von Twitter, wo das ganz normale Leben stattfindet. »Menschen sterben, Menschen werden geboren.«
- Goodbye, GM (Frankfurter Rundschau) — »Mein Herz springt vor Freude«, sagt der Dokumentarfilmer Michael Moore zum Untergang von General Motors. In einem Essay für die Frankfurter Rundschau schreibt er, warum er dennoch keine Schadenfreude empfindet.
- Generation NDW (Solokarpfen) — Ist schon alles über die DDR gesagt worden? Ja, könnte man glauben. Nein, meint Ulrike Thiele.
- Die intellektuelle Elite weiß nichts vom Internet (Tagesspiegel) — Wer den Heidelberger Appell unterzeichnet, hat ihn nicht verstanden, glaubt der freie Journalist David Harnasch. Er kommentiert das Thema für den Tagesspiegel.
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»Ui, der Schiri hat nur einen Arm.« — »Wie zeigt der denn dann Gelb-Rot?« // »Das ist der große Nachteil an Singstar: Die Show wird nicht gewertet.« // »Ich schätze Udo Jürgens ja auch sehr. Das liegt aber daran, dass ich ihn ein jahrelang mit Roland Kaiser verwechselt habe.« // »Je älter die Männer, desto kürzer die Hosen.« // »Legaler Betrug war das nicht.« // »Also wenn die Polizei Dich anhält, musst Du einfach mitspielen und sagen, ja, ich hab was getrunken, aber ich geb Dir zehn Euro, ok?« // »Uäh, der hat ja alles voll angewärmt! Den Stuhl, die Maus …« // »Glauben Sie, ich würde die 27 bestellen, wenn ich wüsste, wie man die 27 ausspricht?« // »Wir hätten da ein Bundespotpourri im Angebot.« // »Deine Cola braucht noch einen Moment. Die schäumt noch so.«
Das Original dieser Rubrik finden Sie als »Dialogfetzen« bei der Gefühlskonserve.
- Eine Erwiderung auf Peter Schneider (Thomas Schmid) — Seite heute, 12 Uhr, bloggt Welt-Chefredakteur Thomas Schmid. Sein erster Post: Eine Erwiderung auf Peter Schneider. Richtig, es geht um Ohnesorg, Kurras und die Stasi.
- Ein Text für den Preis einer Kippe (Spiegel) — Jürgen Neffe denkt über die Zukunft der Zeitung und Paid Content nach. Und er denkt weiter als andere.
- Merkel vs. Steinmeier: Die Nachrichtenlage (Carta) — Carta stellt die Nachrichten zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nebeneinander.
- Twitter Launches Verified Accounts (TechCrunch) — Mit einem experimentellen Feature, so genannten »verified accounts«, will der Microblogging-Dienst Twitter Fake-Promis das Leben schwer machen.
- Geschmackssache Geschnatter (Zeit) — Kürzlich zog Jens Uehlecke in einer »Glosse« für die Zeit über Twitter her und musste dafür herbe Kritik einstecken. Die Zeit reagiert beleidigt.
- Weltkarte der führenden Social Networks (Leander Wattig) — Vincenzo Cosenza hat auf Basis der Daten von Alexa und Google Trends eine Weltkarte erstellt, auf der die in den jeweiligen Ländern im Juni 2009 führenden Social Networks abzulesen sind. Leander Wattig wertet sie aus.
- Amtliches Endergebnis Du dumme Sau (Blogroyal) — »Die Menschen haben sich in der Mehrzahl verwählt oder sind gar nicht erst hingegangen zur Wahl«, ärgert sich Huck Haas. Doch in eines jeden Ghetto und natürlich bei Twitter ist die Welt noch in Ordnung, »dort haben die Menschen noch ein Herz, dort sind sie zickig, dort haben sie die gleichen Probleme wie ich.« Fazit: Fischstäbchen.
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Kein großer Wahltag für die deutsche Piratenpartei, könnte man meinen. Den ersten Hochrechnungen zufolge oft unter einem Prozent geblieben, manchmal knapp an die zwei Prozent herangerobbt, in Leipzig nach derzeitigem Stand bei 1,7 gelandet (Lediglich in Hamburg scheinen kleinere und größere Erfolge gefeiert zu werden, in Schweden hingegen erreicht die Partei 8,1 Prozent). Kein großer Wahltag? Von wegen. Es hat sich — zumindest für mich — etwas verändert an diesem Sonntag. Diese Wahl war ein Meilenstein, und ob die Piratenpartei das genauso sieht oder nicht, ist mir in diesem Moment herzlich egal. Denn ich bin heute morgen aufgestanden und habe mich gefreut, dass Wahltag ist. Ich bin Frühstücken gegangen und habe zwischendurch gerne an die Wahl gedacht. Und ich habe mich in die Wahlkabine gestellt und habe, das erste Mal überhaupt, seit ich wählen darf, mein Kreuzchen nicht mit einem gewissen Maß an Verlegenheit gemacht. Ich habe mich, zum ersten Mal, seit ich wählen darf, nicht für das kleinste unter mehreren Übeln entschieden. Ich habe nicht nur gerne gewählt, ich habe meine Stimme voller Überzeugung abgegeben, und ohne noch einmal darüber nachzudenken, ob das Kreuzchen richtig sitzt. Wählen hat Spaß gemacht. Dieser Sonntag war für mich ein Tag, der keine Politikverdrossenheit kennt. Und Schuld daran ist — ganz alleine — eine kleine, oft belächelte Partei mit schwedischem Migrationshintergrund. Danke dafür!
Das Bild ist fies geklaut vom baltasar. Danke dafür.