Archiv für »Unterwegs«
Brighton, Bond Street | 26/03/2009
Man sollte ja meinen, eine Region wie das Burgund, in dem laut dem 2007er‑Baedeker mehr als 1,7 Millionen Hektoliter AOC-Weine produziert werden, sollte auch voller Weinberge sein. Wir haben wirklich gründlich hingesehen, als uns die Route von Dijon nach Nordwesten über Flavigny-sur-Ozerain , Fontenay und Chablis nach Pontigny und retour geführt hat. Doch wenn es in diesem Teil der Bourgogne etwas nicht gibt, dann Weinberge. Vom recht isoliert gelegenen Chablis einmal abgesehen, diesem knapp 200 Quadratkilometer großen Kanton um die gleichnamige Kleinstadt, aus der der so sündhaft teure Weißwein kommt.
Wenn es im Nordwesten des Burgund mit seinen weiten Hochebenen noch etwas nicht zu geben scheint, dann Menschen (aber es ist ja auch Nebennebensaison). Man möchte beim Durchfahren der kleinen, verlassen wirkenden Dörfer mit ihren heruntergekommenen, teilweise verfallenen Höfen und Häusern manchmal etwas von »romantisch« und »pittoresk« brabbeln. Doch dann muss man an zu Hause denken, an den Osten, und daran, dass verlassene Dörfer und verfallene Höfe nur selten etwas mit Romantik zu tun haben, sondern eher mit hartem Leben und Landflucht. Doch die Seele kümmert sich ja nicht um solchen Schnickschnack. Man findet es eben trotzdem allzu hübsch. Ist es ja auch. Irgendwie. (Weiterlesen …)
Mesdames et Monsieurs, sollten Sie des Lesens ein wenig überdrüssig sein, hier entlang geht es zu einer kleinen Galerie mit Fotos vom Wochenende. Da ging es von Leipzig über Heiligengrabe und Bad Doberan nach Kühlungsborn und über Ribnitz-Damgarten und Stralsund wieder retour. Und da ich meine Kamera endlich wieder einmal einstecken hatte, sind im Bad Doberaner Münster einige Fotos dieser beeindruckenden Kirche entstanden. Zugegeben, der Titel des Posts ist geklaut — und zwar von diesem spektakulären Bildband —, irgendwie aber passte er so gut, da hab ich mir nichts weiter dabei gedacht. Sehen Sie es also gleichzeitig als Leseempfehlung.
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Guten Tag, ihre Bestellung bitte?
Zweimal das Do-It-Yourself-Menü, einmal maxi, einmal normal, einen großen Eimer Alpinaweiß, einmal den Schlagbohrer ›PSB 1000–2 RCA‹ und vier asiatische Lilien ›Vermeer‹.
Holzbeize oder Nitroverdünnung zum Menü?
Nitro bitte.
Das macht dann 253,95 Euro am zweiten Fenster bitte.