Foto: Trotzendorff
Es gibt heute in den schottischen Lowlands nur noch drei Brennereien, die Single-Malt herstellen, alle anderen haben entweder dicht gemacht oder sich auf Grain-Whisky zurückgezogen, meist schlicht aus wirtschaftlichen Gründen. Zu den drei Übriggebliebenen gehören das erst 1995 wieder in Betrieb genommene Familienunternehmen Bladnoch mit der genügsamen Produktionsmenge von 250.000 Litern und zwei mittlere Produzenten, Glenkinchie (1,7 Millionen Liter) und Auchentoshan (1,65 Millionen Liter). Wobei das mit Auchentoshan (sprich: Och’n’tosh’n, gälisch für: Die Ecke des Feldes) und den Lowlands so eine Sache ist. Das Wasser nämlich, das das Unternehmen, das heute zur japanischen Santory-Gruppe gehört, für seine Whiskys nutzt, kommt aus dem Loch Katrine. Und der liegt in den Killpatrick Hills und damit eigentlich in den Highlands. Nun spielt das Wasser für den Geschmack eines Whiskys eine entscheidende Rolle und so könnte man lange darüber streiten, ob die Abfüllungen von Auchentoshan wirklich klassische Lowland-Whiskys sind. Doch Schwamm drüber. Kümmern wir uns lieber um das, was in der Flasche ist, genauer in einer mit dem Label »Three Wood«. (Weiterlesen …)
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»The Famous Grouse«, hergestellt in der Glenturret Destillery im schottischen Crieff, ist nicht umsonst einer der beliebtesten und meistverkauften Blended Malts Schottlands. Dieser Whisky schmeckt überdurchschnittlich gut (was unter anderem daran liegt, dass er mit Highland Park und Macallan verschnitten wird) und hat ein sehr ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Seit einigen Jahren schon macht der Hersteller des berühmten Moorhuhns mit seinem Marketing auf sich aufmerksam, unter anderem mit hübschen und witzigen Werbespots. Das aber genügte wohl auf Dauer nicht mehr und so entschloss man sich in Crieff, zwei neue Ableger auf den Markt zu schmeißen, die es bisher interessanterweise nur in den Duty-Free-Läden größerer Flughäfen und im Internet gibt: »The Black Grouse«, ein mit Islay-Whisky verschnittener Blend und »The Snow Grouse«, ein Blended Grain Scotch. (Weiterlesen …)
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Die Geschichte der Whisky-Brennerei von Glenmorangie («Das Tal der tiefen Ruhe«), die in der kleinen schottischen Stadt Tain liegt, am Rand der nördlichen Highlands, beginnt gleich mit einem Stilbruch. Denn William Matheson, der den Betrieb 1848 in einer alten Brauerei gründet, kauft nicht etwa die typischen, zwiebelförmigen Brennblasen, sondern schlankere Gin-Stills. Das muss man erstmal verdauen. Doch trotz dieses vermeintlichen Fauxpas hat sich das Unternehmen erfolgreich entwickelt (Jahresproduktion 2,5 Millionen Liter), auch, wenn es — wie so viele Destillerien in Schottland — schon lange nicht mehr in Familienbesitz ist. Seit 2004 gehört es zur Krake Gruppe Moët Hennessy Louis Vuitton. Diese Fremdherrschaft ändert aber nichts daran, dass von hier, vom Nordostzipfel der schottischen Küste, immer noch einige der besten Whiskys der Welt kommen. Einer von ihnen macht den Auftakt für die »Schottenmuster«: Der Glenmorangie »Quinta Ruban«. Wie regelmäßig diese Serie erweitert wird, lässt sich schwer voraussagen. Wird wohl darauf ankommen, wie schnell ich trinke, um neuen Whisky kaufen zu können.
Bis 2007 war der Glenmorangie »Quinta Ruban« unter dem geläufigeren Namen »Portwood Finish« zu bekommen, der noch eher auf seine Entstehung schließen ließ. Denn er wird nach den ersten zehn Jahren Lagerung zum Nachreifen erst in Bourbon‑ und anschließend in Portweinfässer umgefüllt. Keine unbeliebte Methode. »Quinta« heißen in Portugal Bauernhöfe, besonders die Weingüter von Portwein im Douro-Tal werden so genannt. Glenmorangie selbst schreibt sinngemäß über seinen »Quinta Ruban«, er sei ein »samtweich strukturierter Single-Malt-Whisky für selbstsichere, farbenfrohe und dynamische Trinker, die gerne in Luxus schwelgen und die Führung übernehmen«. Die Herausforderung nehme ich an. (Weiterlesen …)
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