Der Krieg der Bilder

Jeden Tag werden den Redaktionen dieser Welt dutzende, vielleicht hunderte Fotos von den Krisenherden rund um den Globus angeboten. Die wenigsten davon schaffen es in die Zeitungen oder auf Nachrichtenportale. Immer wieder schaue ich diese Fotos durch, in letzter Zeit vor allem aus dem Gazastreifen, und frage mich, welches davon für den jeweiligen Artikel geeignet wäre. Die Bilder der Agenturen zeigen alles: die Zerstörung, das Elend, Leichen, verzweifelte Menschen. Doch wenn die Medien dieser Tage über den Gazakrieg berichten, werden meist Fotos ausgewählt, die aus sicherer Entfernung aufgenommen sind. Manchmal sogar romantisch wirkende Bilder, mit Soldaten vor Sonnenuntergängen. Selten aber sind die Aufnahmen nah dran. Weiterlesen

Skål!

»Dinner for One« ist die am häufigsten wiederholte Sendung im deutschen Fernsehen, jedes Jahr zu Silvester läuft sie gleich mehrfach auf allen möglichen Sendern und gehört für viele Familien zum festen Ritual. Laut Wikipedia lief der Sketch am 31. Dezember vor sechs Jahren noch 200 Minuten, im letzten Jahr waren es schon 300. Bei einer Länge von 18 Minuten ergibt das 16,6 Ausstrahlungen. Irgendein Sender muss also unterwegs abgebrochen haben, genau nach zwei Dritteln. Weiterlesen

Wenn Tote twittern

Es gibt so einige Twitter-User, bei denen ich nicht sicher bin, wer wirklich dahinter steckt. Es gibt so eindeutige Fälle wie den @fakesaschalobo (»Weniger besser als das Original, also immer noch gut.«), doch auch bei den anderen großen und kleinen Sternchen sind gefühlte 90 Prozent wohl nicht echt, egal, ob Politiker, Schauspieler oder Musiker. Was sich aber jetzt jemand hat einfallen lassen, ist clever. Weiterlesen