fixed city von fixed city auf Vimeo. Danke für den Flashback an Moschu.
Archiv für »Leben«
fixed city | 08/07/2009
fixed city von fixed city auf Vimeo. Danke für den Flashback an Moschu.
Ich glaube so langsam, mit dem Pflanzengroßziehen ist es wie mit Kindern. Beide haben ihre Krankheiten, Eigenarten und Wünsche, bis auf das Schreien und die Windeln sehe ich noch keinen großen Unterschied. Man guckt ihnen manchmal ebenso ungläubig beim rasanten Wachsen zu, macht sich Sorgen, überlegt sich Strategien, kümmert sich und rödelt, kippt Wasser nach und wartet.
Doch das Warten lohnt. Zwar waren da zuerst diese fiesen, kleinen, weißen Fliegen, doch einen echten Gegner konnte man das nicht nennen. Einfach ein bisschen Spülmittel (am besten Bio) in eine Sprühflasche, mit Wasser auffüllen und die Pflanzen einige Tage lang damit besprühen — schon nehmen die Viecher reißaus. Und schließlich die Düngerfrage. Wie gut, wenn es Gärtnerinnen in der Familie gibt, die empfehlen einem dann schonmal Humofix (ein Pulver aus 5 Heilkräutern, Eichenrinde, Milchzucker und Honig, das in homöopathischer Dosis verabreicht wird), von Nonnen mit Beistand von Oben hergestellt und einfach anzuwenden. Und siehe da: Keine zwei Tage nach der ersten Dosis dieses gesegneten Düngers ging bei Hungarian Hot Wax die erste Blüte auf. Schon wieder staunen.
Als nächstes nun bekommen zumindest die Chilipflanzen, die sich zu mehreren einen Topf teilen, größere Pötte. Auch das ist wie bei Kindern. Irgendwann wachsen die auch aus den kleinen Betten raus und bekommen eigene Zimmer. Demon Red, der immer noch klein, aber inzwischen satt-dunkelgrün in seinem Töpfchen steht, wird wohl noch für einige Zeit genug Platz haben. Dann wird auch er umgetopft. Irgendwie merkt man ja als Vater Gärtner, wenn die Kleinen was brauchen. Bauchgefühl.
Es ist ein ekliges Gefühl, nach einem langen Wochenende nach Hause zu kommen und festzustellen, dass jemand da war. Jemand, der da nicht hingehört. Hilflosigkeit, Gedankenchaos, der Bauch zieht sich zusammen. Noch ekliger als das Gefühl, wenn der Wohnungsschlüssel nicht mehr passt. Fast zwei Minuten stehe ich fassungslos vor der Tür, bis ich den Zettel der Polizei finde. Einbrecher. Der Film beginnt. (Weiterlesen …)
Unter genau oben notierter Überschrift läuft bei eBay derzeit eine Auktion, auf die mich ein Kollege aufmerksam gemacht hat. Man lese die Beschreibung und staune: »Deutsche Familie in Rio de Janeiro bietet Gästezimmer in ihrem komfortablen Haus für eine Woche gratis an wenn der Anreisende einen Koffer mit privaten Gegenständen und Baumarktartikeln wie Türklinken, Türschlösser, Staubsaugertüten usw. von Deutschland nach Rio de Janeiro mitbringt. Der Koffer wiegt 32kg und ist so das Limit bei fast allen Fluggesellschaften die Rio anfliegen (pro Person 2 × 32 kg + Handgepäck).«
Nun denkt man natürlich gleich an irgendwelche halbseidenen Geschäfte. Denn mal ehrlich: Türklinken? Staubsaugertüten? Klar. Was aber könnte wirklich alles in diesem Koffer sein! Drogen? Leichenteile? Schmuggelware? Aber nein: »Es wird ausdrücklich betont, dass keine der Gegenstände verboten sind. Der Anreisende wird sich bei der Übernahme des Koffers und einer Packliste selbst davon vergewissern. Abreise ist nur vom Airport Frankfurt möglich da mein Bruder die Gegenstände übergeben wird und selbst in Frankfurt wohnt. Für diesen Service kann der Bietende eine Woche kostenfrei in unserem Haus wohnen und alle auf den Fotos sichtbaren Bereiche des Hauses nutzen. Die Abholung bei Ankunft in Rio de Janeiro mit einem geräumigen und klimatisierten PKW ist auch inklusive.«
Interesse, anyone? Die Auktion läuft noch bis heute Abend um 18:30 Uhr. Noch hat niemand geboten.
Danke an Jan
Ich bin ein großer Fan von Jacques Berndorf und seinen Eifel-Krimis, einer der vielleicht besten deutschen Krimireihen überhaupt, auch, wenn Berndorf in den vergangenen Jahren etwas nachlässt. Überdurchschnittlich aber ist jedes einzelne seiner Bücher dennoch, vor allem, weil dieser bemerkenswerte Mann, der früher unter anderem für Stern und Spiegel geschrieben hat, nun schon etliche Jahre in Dreis-Brück lebt und man jeder Zeile anmerkt, wie sehr er diese Landschaft liebt und wie gut er sie kennt. Auch deshalb ist Berndorf prädestiniert dafür, einen Reiseführer über die Eifel zu schreiben. Und das hat er denn auch getan und 2008 das Buch »Gebrauchsanweisung für die Eifel« verfasst, erschienen im Piper-Verlag. Durchaus gelungen, fast ein typischer Berndorf, aber auch einer mit Schönheitsfehlern, wie ein kleines Zitat aus dem Kapitel »Unheil über der Eifel« zeigt: (Weiterlesen …)