Igor!
Mylord?
Igor, sagen Sie bitte Johannes Bescheid.
Sir?
Johannes. Er soll zum Vorlesen kommen.
Vorlesen, Sir? Sie meinen das Päckchen, das der Bote heute gebracht hat?
Genau das, Igor: Trüffel, Käse, Wein — und eine Leiche. Den Tempranillo soll er gleich mitbringen.
Tempranillo, Sir? Zu einem solchen Anlass? Nicht vielleicht doch lieber einen Burgunder?
Igor!
Sehr wohl, Sir.
(*)
Igor!
Mylord?
Igor, Ich möchte eine Frau sein. Ich möchte, dass Sie … dass Sie mich von jetzt an Loretta nennen.
Sir?
Das ist mein Recht als Mann!
Ja, aber Sir, warum möchten Sie Loretta sein, Sir?
Weil ich Babies haben möchte.
Was möchten Sie haben, Sir? Babies?!
Jeder Mann hat das Recht, Babies zu haben, wenn er sie haben will.
Aber … aber … Sir! Sie können keine Babies haben.
Unterdrücken Sie mich bitte nicht.
Sir?! Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
Ach Igor … Es wird Zeit, dass Sie mal rauskommen.
(*)
Igor!
Mylord?
Igor, ich werde das Gefühl nicht los, es sei alles schon mal dagewesen.
Sir?
Schauen Sie sich doch hier mal um, Igor, sehen Sie aus dem Fenster, gehen Sie vor die Tür. Keine Innovation mehr, Igor. Wo bleibt das Neue? Und Ihre Erfindungen sind ja nun auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Mit Verlaub, Sir, da bin ich anderer Meinung. Sehen Sie …
…
Sir?
(*)
Igor!
Mylord?
Igor, ich glaube, wir haben keinen Senf mehr.
Sir?
Senf, Igor — er ist alle. Und den Chablis hat auch jemand ausgetrunken.
Aber Sir, wir hatten noch nie Chablis im Keller.
Igor!
Schon gut, Sir. Ich werde das Coupé aus dem Marstall holen und Ihnen eine warme Decke in die Reisetruhe legen Es soll kalt sein im Burgund.
Danke, Igor.
(*)
Igor!
Mylord?
Igor, ich glaube, ich habe eine Depression.
Sir?
Eine Depression, Igor — Burnout, ich bin abgekämpft, ausgebrannt, gestresst, verausgabt, verratzt.
Aber Sir …
Ich glaube, ich gehe ins Bett, Igor.
Natürlich, Sir. Ich sage Emma Bescheid, dass Sie Ihnen einen starken Schokoladenpudding kocht.
Gnihihihihi …
(*)