Twitter ist ein gutes Frühwarnsystem für vieles, was im Netz passiert. Auch heute wieder. Da war am späten Nachmittag plötzlich Google nur noch schwer oder gar nicht mehr zu erreichen, zumindest für viele Nutzer, wie auch das Google Watchblog berichtet. Angeblich soll es sich nur um ein DNS-Problem gehandelt haben, der Aufruf der IP-Adresse 64.233.161.184 funktioniere nach wie vor, hieß es. Wer twittert, wusste von dem Ausfall, auch ohne selbst die Suchmaschine zu nutzen. »#google ist down. Möge Gott mit uns sein. ;-) #fail« twitterte etwa @derfreitag ironisch, andere aber schienen wirklich nicht weiter zu wissen. Oder händeringend nach Alternativen zu suchen. Sogar, dass ein Arbeiten ohne Google so einfach ja nicht sei, konnte man da lesen. Sind wir wirklich so abhängig von der großen bösen Datenkrake? Ist das Netz hilflos ohne Google? Ich will gar nicht wissen wie viele der Tweets zum Ausfall der Suchmaschine ernst gemeint waren, viele klangen so verzweifelt, dass man sich ein Schmunzeln oft nicht verkneifen konnte. Oder überlegte, sich denen anzuschließen, die Entzugskliniken weiterempfehlen wollten. All denen aber, die tatsächlich nur Google kennen, sei dieser Artikel von Heise empfohlen: »Googlehagel — Alternativen zum Marktführer«. Und das nicht nur, weil er bei der Google-Suche nach »Alternativen zu Google« als erster auftaucht.
Foto: Screenshot
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Es gibt schon viele Menschen, die sich ähnlich zum Thema Filesharing geäußert haben, von Dieter Bohlen aber hätte ich wahrlich anderes erwartet. Vor allem vor eineinhalb Jahren.
Via Puhs Blog
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Es gibt Bilder, deren Geheimnis ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Das von Designer Dylan Roscover gemachte Porträt von Apple-Chef Steve Jobs ist eines davon. Roscover hat es nicht einfach hingepinselt, er hat es aus Wörtern der Apple-Kampagne »Think Different« zusammengesetzt. Auf Deviantart schreibt er dazu: »This is a typeface-driven design based on the »Here’s to the crazy ones« ad campaign from Apple in the 90s, using Motter Tektura, Apple Garamond, Myriad, Univers, Gill Sans, and Volkswagen AG Rounded, fonts present in Apple branding and products.« Nicht nur, dass mir die Zeit und vor allem eine gehörige Portion Talent und Handwerk fehlen würden, um so etwas zu basteln. Allein schon die Idee macht mich neidlos neidisch. Das Porträt in Originalgröße, zum Ganzgenauhingucken, gibt es hier.
Via Cult of Mac | Veröffentlicht unter dieser CC-Lizenz
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Aus einem Artikel (»Ungeliebte Infobahn«) von Uwe Jean Heuser aus der Zeit von 1995:
»Besonders stark wird die Telearbeit in das gewohnte Leben vieler Menschen eingreifen. Immer mehr Berufstätige werden zu Hause oder unterwegs am Computer arbeiten und die Früchte ihres Wirkens nur noch per Datenleitung in die Firma schicken. Oft genug werden sie nur für kurze Zeit angestellt sein, Teilzeit arbeiten oder als Selbständige operieren. Die Folgen sind gewaltig: Die Grenze zwischen Arbeitnehmern und Selbständigen wird verwischt, vielfach lassen sich die Schutzregeln aus Arbeitsgesetzen und Tarifverträgen nicht mehr anwenden.«
Und heute? Heute (»Unser Leben im Netz«, 2008) schreibt Heuser gemeinsam mit Gero von Randow:
»Nehmen wir die Arbeit. Als das Internet aufkam, dachten viele Experten, nun löse sich die alte Arbeitswelt auf, und wir würden alle zu selbstständigen Anbietern unserer eigenen Arbeitskraft werden – online, im Büro, im Wohnzimmer und, ganz toll, am Strand. Doch das war zu einfach gedacht, es kam nicht so. Die meisten von uns haben nach wie vor einen Arbeitgeber, haben Arbeitszeiten und einen außerhäuslichen Arbeitsplatz.«
[sic]
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Vor knapp drei Monaten habe ich einen Artikel zum nofollow-Attribut geschrieben, der sich seitdem zu einem der meistgelesenen dieses Blogs entwickelt hat. Doch das Attribut hat prominente Unterstützer und dass der Kampf dagegen keiner der Sorte »Quick & Dirty« ist, war mir durchaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attribut genutzt werden sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog:
»We encourage you to use the rel="nofollow" attribute anywhere that users can add links by themselves, including within comments, trackbacks, and referrer lists. Comment areas receive the most attention, but securing every location where someone can add a link is the way to keep spammers at bay.«
Da darf man sich nicht wundern, dass nofollow immer noch durch einen Großteil der Blogosphäre geistert. Ich habe mir einfach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 populärsten Blogs zu durchsuchen und eine Statistik aufzustellen. Das Ergebnis ist zwar besser, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd:
Blogs mit nofollow: 50
Blogs ohne nofollow: 37
Die übrigen 13 Blogs lassen entweder gar keine Kommentare zu, verlinken sie prinzipiell nicht oder lassen sich aus anderen Gründen nicht in einer solchen Statistik führen. Obwohl sich inzwischen vielerorts die Ansicht durchgesetzt hat, dass sich ins eigene Fleisch schneidet, wer nicht verlinkt, ist hier offensichtlich noch eine Menge Aufklärungsarbeit zu leisten.
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