Foto: Trotzendorff
Ich glaube so langsam, mit dem Pflanzengroßziehen ist es wie mit Kindern. Beide haben ihre Krankheiten, Eigenarten und Wünsche, bis auf das Schreien und die Windeln sehe ich noch keinen großen Unterschied. Man guckt ihnen manchmal ebenso ungläubig beim rasanten Wachsen zu, macht sich Sorgen, überlegt sich Strategien, kümmert sich und rödelt, kippt Wasser nach und wartet.
Doch das Warten lohnt. Zwar waren da zuerst diese fiesen, kleinen, weißen Fliegen, doch einen echten Gegner konnte man das nicht nennen. Einfach ein bisschen Spülmittel (am besten Bio) in eine Sprühflasche, mit Wasser auffüllen und die Pflanzen einige Tage lang damit besprühen — schon nehmen die Viecher reißaus. Und schließlich die Düngerfrage. Wie gut, wenn es Gärtnerinnen in der Familie gibt, die empfehlen einem dann schonmal Humofix (ein Pulver aus 5 Heilkräutern, Eichenrinde, Milchzucker und Honig, das in homöopathischer Dosis verabreicht wird), von Nonnen mit Beistand von Oben hergestellt und einfach anzuwenden. Und siehe da: Keine zwei Tage nach der ersten Dosis dieses gesegneten Düngers ging bei Hungarian Hot Wax die erste Blüte auf. Schon wieder staunen.
Als nächstes nun bekommen zumindest die Chilipflanzen, die sich zu mehreren einen Topf teilen, größere Pötte. Auch das ist wie bei Kindern. Irgendwann wachsen die auch aus den kleinen Betten raus und bekommen eigene Zimmer. Demon Red, der immer noch klein, aber inzwischen satt-dunkelgrün in seinem Töpfchen steht, wird wohl noch für einige Zeit genug Platz haben. Dann wird auch er umgetopft. Irgendwie merkt man ja als Vater Gärtner, wenn die Kleinen was brauchen. Bauchgefühl.
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Ich liebe Essen. Und ich liebe es, das zu lesen, was andere über Essen schreiben. Ob Rezepte, Restaurantkritiken oder Bücher wie die von Anthony Bourdain oder Bill Bufford. Unter anderem deshalb bin ich trotz aller Schwächen nach wie vor einer großer Fan der Magazine von Süddeutscher Zeitung und Zeit. Eine Ausgabe kann mich noch so sehr enttäuschen — immer aber steht etwas vom Essen darin.
So auch im aktuellen Zeit-Magazin, das ich erst heute beim Frühstück durchblättern konnte. Nicht nur, dass Günter Wallraff darin unter dem Titel »Unfeine Küche« einen soliden Text über die Arbeits‑ und Ausbildungsbedingungen eines Gourmetrestaurants geschrieben hat, Wolfram Siebeck findet dort in seiner Kolumne auch noch »viele Spitzenköche modisch und austauschbar. Umso mehr freut er sich über eine Entdeckung in Basel.« Das freut mich, denn ich mag Basel. Und obwohl ich Wolfram Siebeck bisher leider nicht kennenlernen durfte, schätze ich ihn. Ich habe schon so manchen schönen Text von ihm gelesen. Basel und Siebeck — also eine perfekte Kombination? (Weiterlesen …)
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Igor!
Mylord?
Igor, kommen Sie mit in den Keller. Wir müssen eine Säge suchen.
Eine Säge, Sir?
Sie wissen schon, für die Reise. Für die Elche.
Elche, Sir? Sie meinen, Sie wollen Elche zersägen?
Aber nein, Igor. Ich habe endlich herausgefunden, wie man sie fängt. Einfache Sache das.
Mit einer Säge, Sir?
Richtig Igor, man sägt ihren Schlafbaum an!
Mit Verlaub, Sir. Das erscheint mir doch recht abenteuerlich.
Lesen Sie selbst, Igor.
…
Igor?
Ich denke, wir sollten eine Schrotsäge nehmen.
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Es ist interessant, wie viele Menschen sich noch an ihre erste Handynummer erinnern. Nadine von Bremen auch. Sie erinnert sich aber nicht mehr genau an ihr erstes Handy, ein Nokia könnte es gewesen sein, schreibt sie, auf jeden Fall »so hoch [...] wie ein Portemonnaie«. Und das heißt bei Damenportemonnaies eine ganze Menge. Mein erstes Handy war von Sony, ich habe jedoch einen halben Tag gebraucht, um herauszufinden, was für ein Modell ich mir damals gekauft habe.
Sony selbst produziert inzwischen keine Handys mehr (Das Joint-Venture SonyEricsson hat diesen Zweig 2001 übernommen), und besonders stolz scheint man bei dem japanischen Konzern auf die Historie mobiler Telefone auch nicht zu sein. Im Netz finden sich kaum Hinweise, dass es da mal was gab, bei Sony selbst gar keine. Selbst Wikipedia verschweigt, dass Sony jemals Handy produziert hat. Oder ich bin zu blöd, um Wikipedia zu bedienen. Umso dankbarer bin ich, dass es bei Yet Another Blog zumindest von der Verpackung ein Foto gibt, dass unter CC-Lizenz steht. Knicks. (Weiterlesen …)
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Das mit den Produktionsprozessen und dem Netz ist ja inzwischen ein alter Hut. Wir alle haben inzwischen Teil an der Entstehung von digitalem Zeug. Tobias Wimbauer aber hat jetzt ein Projekt gestartet, das ich neugierig beäuge: Er schreibt an einer Erzählung mit dem Arbeitstitel »Der Berg der Schnee und ich«. Und: Er lässt uns teilhaben. Denn er versucht es einmal mit öffentlichem Schreiben, wie er schreibt: »Ich twittere mit einem neuen Twitter (Zweit‑)Account die Erzählung, Satz für Satz.« So sind bisher 20 Tweets zustande gekommen. Der erste Satz nach Überschrift und der Kapitelziffer »1« lautete: »Haaallo…«, der letzte bisher: »›Scheisskalt, nicht wahr‹, sagte er.« Verfolgen. Bitte.
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