Es gibt bei umstrittenen Themen dieses furchtbar wacklige Totschlagargument von so manchem Chefredakteur, die Leute wollten bestimmte Dinge einfach lesen. Wacklig deshalb, weil es jegliche journalistische Kompetenz verneint, selbst zu entscheiden, was relevant ist. Genau darüber gibt es auch im Fall Michael Jackson Diskussionen. Berichten die Medien zu viel? Schlachten sie den Tod des Stars lediglich aus? Schon am Freitag, einen Tag nach Jacksons Tod, konnte man überall im Netz lesen, wie leidig dieses Thema für einige ist. Redaktionen erhielten Leserbriefe und Kommentare mit der Frage, ob denn dieser Mann wirklich so wichtig gewesen sein, dass man so einen Rummel veranstalten müsse. Ja, war er. (Weiterlesen …)
Foto: flickr | bitchcakes (CC)Es gibt bei umstrittenen Themen dieses furchtbar wacklige Totschlagargument von so manchem Chefredakteur, die Leute wollten bestimmte Dinge einfach lesen. Wacklig deshalb, weil es jegliche journalistische Kompetenz verneint, selbst zu entscheiden, was relevant ist. Genau darüber gibt es auch im Fall Michael Jackson Diskussionen. Berichten die Medien zu viel? Schlachten sie den Tod des Stars lediglich aus? Schon am Freitag, einen Tag nach Jacksons Tod, konnte man überall im Netz lesen, wie leidig dieses Thema für einige ist. Redaktionen erhielten Leserbriefe und Kommentare mit der Frage, ob denn dieser Mann wirklich so wichtig gewesen sein, dass man so einen Rummel veranstalten müsse. Ja, war er. Die Relevanz nämlich ist in diesem wie in allen anderen Fällen das einzige Kriterium, das für Journalisten zählen darf. Und sie ist gegeben. Michael Jackson war einer der einflussreichsten Musiker, eine der schillerndsten Persönlichkeiten und eine der umstrittensten Figuren
Es geht bergab mit Twitter. Viele sagen das. Die Nutzerzahlen steigen nicht mehr so steil, der Service findet nicht ausreichend Akzeptanz, vielen Nutzern erschließt sich der Nutzen nicht. Und jetzt kommt auch noch die Konkurrenz und macht Konkurrenz. Facebook und Friendfeed etwa, glaubt man Jürgen Vielmeier, der auf Freshzweinull schreibt, die künftig öffentlichen Statusmeldungen bei Facebook seien eine Alternative. Mehr noch:
»Der Facebook-Minifeed kann alles, was Twitter nicht kann: Man kann Videos und Bilder so einfügen, dass jeder Leser sie direkt im Lifestream anschauen kann. ›Inline‹ nennt sich das. Man kann die Statusmeldungen der Freunde ganz wunderbar mit anderen diskutieren oder sie ganz einfach gut finden. Man kann die Nachrichten solcher ›Freunde‹ ausblenden, die man nicht lesen will, die man aber trotzdem nicht von seiner Freundesliste streichen will, nur weil sie zu viel Blödsinn verzapfen.«
Ich finde, das sind spannende Gedanken. Aber sie verkennen, was Twitter kann und Facebook eben nicht. Und sie verkennen die Unterschiede zwischen beiden Diensten. Vielmeier schreibt beispielsweise, es hapere bei Twitter an der Übersichtlichkeit. Genau hier widerspreche ich. Übersichtlicher geht es nicht. Einfacher auch nicht. Denn ich kann etwa meine Twitter-Timeline, also quasi die Freundesliste, so individuell zusammenstellen, wie es nur möglich ist. Ich kann zehn Menschen folgen und mir folgen tausende. Ich kann zweitausend folgen und mir folgt eine Handvoll. Sicherlich ist es von Vorteil, wenn ich bei Facebook die Statusmeldungen einzelner Kontakte auf »blind« schalten kann. Ich glaube jedoch kaum, dass es viele Facebooknutzer gibt, die mehrere tausend oder sogar zehntausend »Freunde« verwalten wollen. Twitter macht das einfach. Denn Twitter ist kein Tool zur Verwaltung von Kontakten. Es ist ein Kommunikationstool. (Weiterlesen …)
Foto: flickr | mallix (CC)Es geht bergab mit Twitter. Viele sagen das. Die Nutzerzahlen steigen nicht mehr so steil, der Service findet nicht ausreichend Akzeptanz, vielen Nutzern erschließt sich der Nutzen nicht. Und jetzt kommt auch noch die Konkurrenz und macht Konkurrenz. Facebook und Friendfeed etwa, glaubt man Jürgen Vielmeier, der auf Freshzweinull schreibt, die künftig öffentlichen Statusmeldungen bei Facebook seien eine Alternative. Mehr noch:"Der Facebook-Minifeed kann alles, was Twitter nicht kann: Man kann Videos und Bilder so einfügen, dass jeder Leser sie direkt im Lifestream anschauen kann. ›Inline‹ nennt sich das. Man kann die Statusmeldungen der Freunde ganz wunderbar mit anderen diskutieren oder sie ganz einfach gut finden. Man kann die Nachrichten solcher ›Freunde‹ ausblenden, die man nicht lesen will, die man aber trotzdem nicht von seiner Freundesliste streichen will, nur weil sie zu viel Blödsinn verzapfen."Ich finde, das sind spannende Gedanken. Aber sie verkennen, was Twi
Es ist ein ekliges Gefühl, nach einem langen Wochenende nach Hause zu kommen und festzustellen, dass jemand da war. Jemand, der da nicht hingehört. Hilflosigkeit, Gedankenchaos, der Bauch zieht sich zusammen. Noch ekliger als das Gefühl, wenn der Wohnungsschlüssel nicht mehr passt. Fast zwei Minuten stehe ich fassungslos vor der Tür, bis ich den Zettel der Polizei finde. Einbrecher. Der Film beginnt. (Weiterlesen …)
Foto: flickr | betenoir (CC)Es ist ein ekliges Gefühl, nach einem langen Wochenende nach Hause zu kommen und festzustellen, dass jemand da war. Jemand, der da nicht hingehört. Hilflosigkeit, Gedankenchaos, der Bauch zieht sich zusammen. Noch ekliger als das Gefühl, wenn der Wohnungsschlüssel nicht mehr passt. Fast zwei Minuten stehe ich fassungslos vor der Tür, bis ich den Zettel der Polizei finde. Einbrecher. Der Film beginnt. Auf dem Weg zur Wache, wo ich den neuen Schlüssel abholen sollte, spielt mein Kopf Kino. Wie sieht die Wohnung aus? Was haben diese Drecksäcke mitgenommen? In solchen Situationen hält man sich an den kleinen Lichtblicken fest. An netten Polizisten etwa. Daran, dass man nun endlich einmal dazu kommt, den Kriminaldauerdienst bei der Arbeit zu erleben. Allein das Wort schon! Man denkt daran, dass das MacBook mit all den Daten in der Tasche schlummert. Wenigstens. Aber die Fotos auf der Wechselfestplatte! Hunderte, tausende von Aufnahmen ... Und — hatten wir Bargeld im H