Igor!
Mylord?
Igor, Ich möchte eine Frau sein. Ich möchte, dass Sie … dass Sie mich von jetzt an Loretta nennen.
Sir?
Das ist mein Recht als Mann!
Ja, aber Sir, warum möchten Sie Loretta sein, Sir?
Weil ich Babies haben möchte.
Was möchten Sie haben, Sir? Babies?!
Jeder Mann hat das Recht, Babies zu haben, wenn er sie haben will.
Aber … aber … Sir! Sie können keine Babies haben.
Unterdrücken Sie mich bitte nicht.
Sir?! Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
Ach Igor … Es wird Zeit, dass Sie mal rauskommen.
(*)
Heute: Die Verlagsgebäude des Axel-Springer-Verlags in Berlin, Sitz der Bild, auflagenstärkste Zeitung Europas (etwa 3.345.468 Exemplare, insgesamt etwa 11,49 Millionen Leser), und der Yomiuri Shimbun Sha in Tokyo, Sitz der Yomiuri Shimbun, auflagenstärkste Zeitung der Welt (Morgenausgabe: etwa 8.337.000 Exemplare, Abendausgabe: etwa 3.970.000 Exemplare, insgesamt etwa 26,21 Millionen Leser).
(*)
Es gibt Ideen, die stecken sofort an. Diese ist eine davon: Ein ♥ für Blogs. Warum? Weil die deutsche Blogosphäre vor sich hinkrebst, ohne rechtes Ziel, ohne große Neuigkeiten. Ab und wann schläft mal ein größeres oder kleineres Blog ein, ab und zu erwacht ein neues, so recht aber vermag mich nur wenig zu begeistern. Da bin ich mit Stefan Niggemeier einer Meinung: Deutsche Blogs produzieren zu wenig eigenen Content. Besonders traurig: Spätestens nach dem dritten Link beginnt man sich in der deutschen Blogosphäre im Kreis zu drehen. Nummer 1 verlinkt Nummer 2 verlinkt Nummer 3 verlinkt Nummer 1. Der Kater leckt sich eben selbst die Eier. Nun aber soll ich zehn Blogs empfehlen, die mir gefallen. Was gar nicht so einfach ist, da ich ja schon eine Blogroll habe, und die hier noch einmal hinzurotzen, wäre ziemlich faul. Doch von Verlinkungen lebt das Internet. Niemand erfährt von Deinem Blog, wenn es niemand verlinkt. Und ich weiß auch: Da draußen gibt es genug gute Blogs, es gibt talentierte Schreiber und unentdeckte Nischen. Zehn davon will ich aufdecken. Also habe ich mich eine Nacht lang auf die Suche gemacht, nach Blogs, die hier noch nicht stattgefunden haben. Das Ergebnis? Bitteschön: (Weiterlesen …)
(*)
Der Chaos Computer Club (CCC) stattet Ursula von der Leyen (»Zensursula«) am Freitag einen Besuch ab. Der Grund: An diesem Tag werden sich fünf der größten deutschen Internetanbieter im Beisein der Familienministerin verpflichten, Kinderpornoseiten auf ausländischen Servern zu blockieren. Nach Ansicht des CCC aber handelt es sich dabei um knallharte Erpressung der Anbieter. Wie auch immer man das Vorgehen der Ministerin nennt, es bleibt, was Holger Bleich und Axel Kossel in der c’t geschrieben haben: »Niemand kann kontrollieren, ob die gesperrten Seiten nach Entfernung der beanstandeten Inhalte wieder freigeschaltet werden. Ein derart undurchsichtiger, unkontrollierbarer Mechanismus ist bedenklich, weil die Sperrmaßnahmen Grundrechte wie Informationsfreiheit und allgemeine Persönlichkeitsrechte berühren.« Ihr Fazit: »Es erstaunt, dass Ministerin von der Leyen kompromisslos an ihren Plänen festhält und Bedenken von Experten beiseite wischt, ohne darauf sachlich zu antworten. Ein Gutachten des wissenschaftlichen Diensts des Bundestags etwa bescheinigt dem Sperrvorhaben, weitgehend wirkungslos und gleichzeitig grundrechtsgefährdend zu sein.« Man wird sehen, wie groß der Aufschrei wirklich wird, wie viele Internetnutzer diesen Vertrag als Zensur betrachten — unabhängig von den Inhalten, die da aus hehren Motiven gesperrt werden sollen. Für alle, die Zeit haben, heißt es am Freitag um 9 Uhr jedenfalls: »Aufstehen für ein freies Internet«.
16.04.2009: Die Zensursula-Schablone gibt es auch hier in groß, Simon Columbus hat zusätzlich eine SVG-Variante gebastelt.
Foto: Martin Haase unter CC0-Lizenz
(*)

Brichst du auf gen Halbfinale,
wünsch dir eine lange Partie,
voller Elfmeter und gelungener Abseitsfallen.
Die Messis und Henrys,
den zornigen Roberto Rosetti fürchte nicht,
solcherlei wirst du auf deiner Fahrt nie finden,
wenn dein Denken hochgespannt, wenn edle
Regung deinen Geist und Körper anrührt.
Den Messis und Henrys,
dem wütenden Roberto Rosetti wirst du nicht begegnen,
falls du sie nicht in deiner Seele mit dir trägst,
falls deine Seele sie nicht vor dir aufbaut.
Wünsch dir eine lange Partie.
Der Abende möchten viele sein,
da du, mit welcher Freude und Zufriedenheit!
in nie zuvor gesehene Stadien einfährst;
halte ein bei den Arenen der Spanier
und erziel die schönen Tore,
Ecken und Flanken, Abseitsfallen, Hackentricks
und erregende Spielzüge aller Art,
so reichlich du vermagst, erregende Spielzüge;
besuche viele Stadien in England,
damit du von den Eingeweihten lernst und wieder lernst.
Immer halte Rom im Sinn.
Dort anzukommen, ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Minuten;
und alt geworden lege am Stadio Olimpico an,
reich an dem, was du auf deiner Fahrt gewannst,
und hoffe nicht, dass das Finale dir Reichtum gäbe.
Das Finale gab dir die schöne Reise.
Du wärest ohne es nicht auf die Fahrt gegangen.
Nun hat es dir nicht mehr zu geben.
Auch wenn es sich dir ärmlich zeigt, das Spiel betrog dich nicht.
So weise, wie du wurdest, und in solchem Maß erfahren,
wirst du ohnedies verstanden haben, was die 90 Minuten bedeuten.
Konstantinos Kavafis: »Brichst du auf gen Ithaka … « / Foto: flickr | DelaN° unter dieser CC-Lizenz
(*)