Man könnte sagen, Madelon Vriesendorp sei die Frau von Rem Kolhaas. Sachlich falsch wäre das noch nicht einmal. Doch es würde ihr nicht gerecht werden. In meinen Augen geht sie so kreativ mit Architektur um, wie sonst kaum jemand. Auch nicht ihr Mann. Das Schweizerische Architekturmuseum Basel zeigt derzeit und noch bis zum 22. März die Ausstellung »The World of Madelon Vriesendorp«. Auf dessen Homepage findet man auch das Zitat aus dem Blueprint Magazine, dem ich nichts mehr hinzuzufügen hätte: »Die Sexualität der Architektur wird auf unvergleichliche Art heraufbeschworen, das wahre Sex and the City.« Wer einen Einblick in die Ausstellung bekommen möchte, ohne gleich die Reise nach Basel anzutreten, kann den bei Vernissage.TV bekommen, hier gibt es einen kleinen Ausstellungsrundgang und hier noch ein bisschen Geplauder von der Ausstellungseröffnung. Ein Online-Exemplar ihres großartigen Videos von 1980, in dem sich das Empire State und das Chrysler Building kennenlernen und miteinander in die Kiste springen, habe ich aber leider immer noch nicht gefunden.
Foto: flickr / Didier unter CC-Lizenz
Man könnte sagen, Madelon Vriesendorp sei die Frau von Rem Kolhaas. Sachlich falsch wäre das noch nicht einmal. Doch es würde ihr nicht gerecht werden. In meinen Augen geht sie so kreativ mit Architektur um, wie sonst kaum jemand. Auch nicht ihr Mann. Das Schweizerische Architekturmuseum Basel zeigt derzeit und noch bis zum 22. März die Ausstellung "The World of Madelon Vriesendorp". Auf dessen Homepage findet man auch das Zitat aus dem Blueprint Magazine, dem ich nichts mehr hinzuzufügen hätte: "Die Sexualität der Architektur wird auf unvergleichliche Art heraufbeschworen, das wahre Sex and the City." Wer einen Einblick in die Ausstellung bekommen möchte, ohne gleich die Reise nach Basel anzutreten, kann den bei Vernissage.TV bekommen, hier gibt es einen kleinen Ausstellungsrundgang und hier noch ein bisschen Geplauder von der Ausstellungseröffnung. Ein Online-Exemplar ihres großartigen Videos von 1980, in dem sich das Empire State und das Chrysler Building kennenlernen und miteinander in die Kiste
Eigentlich ist die Stoßrichtung in den Medien klar. Print goes online, Tageszeitungen und Magazine verlagern sich ins Internet, die gedruckten Auflagen sinken. Meistens. Ein Projekt aus den USA geht jetzt aber den umgekehrten Weg und verlegt ein Printprodukt — gebaut aus Online-Inhalten. »The Printed Blog« startet heute in Chicago und San Francisco, gefüllt werden soll die Zeitung mit Blogbeiträgen und User Generated Content aus der jeweiligen Region. »Ich habe so viele Techniken gesehen, die online funktionieren und von denen ich hoffe, dass ich sie auch im Printbereich umsetzen kann«, sagte Joshua Karp, Initiator des Projekts, der New York Times. Und so will er durchaus ein bisschen mitspielen im großen Mediengeschäft. Bisher haben immerhin schon 300 Blogger dem Printed Blog die Genehmigung erteilt, ihre Beiträge abzudrucken, im Gegenzug erhalten sie Anteile an den Werbeeinnahmen — wenn es denn welche geben wird. Unter den Autoren sind nicht nur kleine »Betablogger«, sondern auch Bloggrößen wie etwa »Daily Kos«. Zudem könnte das Projekt von drei Vorteilen profitieren. Vorteil eins: Die Anzeigenpreise im Printbereich sind immer noch um einiges höher als im Onlinebereich. Vorteil zwei: Anzeigenkunden dürfte der lokale Charakter des Projekts entgegenkommen. Vorteil drei: Karp kann das Geld, das klassische Tageszeitungen für Recherche, Mitarbeiter, Miete und ähnliche Fixkosten ausgeben müssen, einsparen. Und er füllt lauter kleine Nischen. »Für mich ist das der Grund, warum das Internet erfunden wurde«, sagt Karp. Kluger Mann?
Kollege besteckfach war so nett, mich noch auf dieses schicke Produkt hinzuweisen, dass inzwischen wahrscheinlich ausverkauft sein dürfte, nichtsdestotrotz aber jede Aufmerksamkeit verdient hat, die es kriegen kann.
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Eigentlich ist die Stoßrichtung in den Medien klar. Print goes online, Tageszeitungen und Magazine verlagern sich ins Internet, die gedruckten Auflagen sinken. Meistens. Ein Projekt aus den USA geht jetzt aber den umgekehrten Weg und verlegt ein Printprodukt — gebaut aus Online-Inhalten. "The Printed Blog" startet heute in Chicago und San Francisco, gefüllt werden soll die Zeitung mit Blogbeiträgen und User Generated Content aus der jeweiligen Region. "Ich habe so viele Techniken gesehen, die online funktionieren und von denen ich hoffe, dass ich sie auch im Printbereich umsetzen kann", sagte Joshua Karp, Initiator des Projekts, der New York Times. Und so will er durchaus ein bisschen mitspielen im großen Mediengeschäft. Bisher haben immerhin schon 300 Blogger dem Printed Blog die Genehmigung erteilt, ihre Beiträge abzudrucken, im Gegenzug erhalten sie Anteile an den Werbeeinnahmen — wenn es denn welche geben wird. Unter den Autoren sind nicht nur kleine "Betablogger", sondern auch BloggröÃ
Nein, das ist kein Projekt der NPD zur Befreiung von Twitterland. Das Ganze ist einfacher und vielleicht mit Sicherheit auch sinnvoller. Worum es geht? »Da der überwiegende Teil aller Tweets in den USA verfasst wird (etwa 40 mal soviel wie in Deutschland – Stand April 2008) gehen deutsche Themen in den üblichen Trend-Tools leider völlig unter. Themen wie #twitterlesung oder #tatort tauchen daher nie auf, obwohl sie regelmäßig für eine bestimmte, kurze Zeit DAS Thema der deutschen Tweets sind. Um also diese Themen zu finden, kam die Idee für deutschetweets auf.«
Und wie funktioniert das? Mindestens ebenso einfach: »Da twitter leider kein Sprachfeature hat, kann man nicht automatisch nach Tweets in einer bestimmten Sprache filtern. Daher musste ein kleiner Umweg helfen: Nur deutschen Twitterern (?) folgen. @deutschetweets folgt den Twitter-Accounts deren Tweets (überwiegend) in Deutsch verfasst werden. Regelmäßig (momentan alle 2 Minuten) werden deren Tweets eingelesen und analysiert. Häufige Wörter ohne Informationsgehalt, wie etwa »und«, »ich« usw., werden herausgefiltert. Bei den übrigen Worten wird gezählt, wie oft diese zuletzt vorgekommen sind und so ein Ranking erstellt.« Ob Twitteria das braucht? Wahr ist sicherlich folgendes: »Je mehr sich daran beteiligen, umso ausagekräftiger wird die Analyse.« Denn derzeit sieht es auf der Homepage von deutschetweets noch etwas traurig aus.
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Nein, das ist kein Projekt der NPD zur Befreiung von Twitterland. Das Ganze ist einfacher und vielleicht mit Sicherheit auch sinnvoller. Worum es geht? "Da der überwiegende Teil aller Tweets in den USA verfasst wird (etwa 40 mal soviel wie in Deutschland - Stand April 2008) gehen deutsche Themen in den üblichen Trend-Tools leider völlig unter. Themen wie #twitterlesung oder #tatort tauchen daher nie auf, obwohl sie regelmäßig für eine bestimmte, kurze Zeit DAS Thema der deutschen Tweets sind. Um also diese Themen zu finden, kam die Idee für deutschetweets auf." Und wie funktioniert das? Mindestens ebenso einfach: "Da twitter leider kein Sprachfeature hat, kann man nicht automatisch nach Tweets in einer bestimmten Sprache filtern. Daher musste ein kleiner Umweg helfen: Nur deutschen Twitterern (?) folgen. @deutschetweets folgt den Twitter-Accounts deren Tweets (überwiegend) in Deutsch verfasst werden. Regelmäßig (momentan alle 2 Minuten) werden deren Tweets eingelesen und analysiert. Häufige WÃ