Durchgefavt: der März (anno 2014)

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Reclaim your data oder: Warum ich meinen Facebook-Account gelöscht habe

Vor wenigen Tagen hat Facebook meinen Account gelöscht – endgültig. Und nachdem der erste Schmerz verklungen ist, kann ich auch endlich darüber schreiben. Die Geschichte einer Trennung.

Facebook und ich hatten einen Deal – jetzt ist es aus

Klarer Deal: Daten gegen Netzwerk. (Foto: Kris Krug  / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA )

Klarer Deal: Daten gegen Netzwerk. (Foto: Kris Krug /flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA )

„Sie vertrauen mir. Was für Trottel!“ Ich habe in den vergangenen drei Wochen oft an diese Sätze denken müssen, die der 19-jährige Mark Zuckerberg in den Anfangstagen von Facebook einem Freund geschrieben haben soll.

Nein, mit Vertrauen hatte das bei Facebook und mir nichts zu tun.

Facebook und ich hatten ganz einfach einen Deal, so wie Facebook mit jedem Nutzer einen Deal hat: Zuckerbergs Unternehmen bekommt einen Teil meiner Daten, ich bekomme ein Soziales Netzwerk – kostenlos. Und da sich nicht wirklich messen lässt, wie viele Daten Facebook bekommt, habe ich bei diesem Deal einfach meinem Bauchgefühl vertraut. Lange war das Verhältnis für mich ausgewogen und fair, selbst als Facebook Instagram gekauft hat, konnte ich damit noch gut leben. Fotos von meinem Essen? Bitte schön. Weder auf Facebook, noch auf Instagram habe ich Informationen geteilt oder Daten hinterlassen, die ich nicht guten Gewissens in fremde Hände geben konnte. Vor drei Wochen aber hat sich alles geändert. Weiterlesen →

Durchgefavt: der Februar (anno 2014)

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11 Fragen, 1 Stöckchen

Schon wieder ein Stöckchen. Und da es von der bezaubenden Asallime kommt, kann ich gar nicht anders, als die folgenden elf Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.

1. Welchem Tier fühlst du dich verbunden?

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2. Wie findest du eine Verbindung zur Natur?

Ich könnte jetzt sagen, die finde ich beim Laufen, aber so ganz stimmt das nicht. Da finde ich eher zu mir selbst. Am deutlichsten spüre ich diese Verbindung, wenn ich alleine in Finnland am See sitze. Nirgendwo anders hab ich bis heute erfahren, was echte Stille ist. Autos oder Flugzeuge hört man da oben ohnehin kaum, aber wenn dann an einem warmen Sommerabend auch kein Wind geht, wenn der See ganz ruhig da liegt, keine Welle ans Ufer plätschert, keine Möwe schreit und selbst die Blätter in den Bäumen nicht rascheln — dann hört man wirklich nichts. Das ist beim ersten Mal beunruhigend, fast schon beängstigend — nach einiger Zeit aber ist es das großartigste Gefühl, das man sich vorstellen kann.

3. Hättest du lieber einer anderen Nation (Kultur) angehört und welcher? (abgeschrieben bei Max Frisch)

Einer anderen Nation oder Kultur wohl nicht — aber das Deutschland der 20er Jahre hätte ich gerne erlebt — Berlin, Leipzig, Dresden.

4. Gibt es ein Buch, das du mehr als ein Mal gelesen hast? Warum?

»Das fliegende Klassenzimmer« von Erich Kästner. Dieses Buch gehört für mich zur Vorweihnachtszeit wie die Muppets-Weihnachtsgeschichte oder der Thomanerchor. Wobei ich glaube ich alles von Erich Kästner mehrfach gelesen habe.

5. Welcher Film macht dich glücklich?

»Der Club der toten Dichter«. Großartige Darsteller_innen (unter anderem mein Lieblingsschauspieler Robin Williams oder der noch junge Ethan Hawke), eine fantastische Geschichte, jede Menge Thoreau, Whitman und Cummings, dazu die Musik von Maurice Jarre und die Szenerie von Neuengland — eine perfekte Mischung. Wobei dieser Film auch ziemlich gut bei Frage 6 gepasst hätte.

6. Welcher Film macht dich unglücklich?

»Stand by Me — Das Geheimnis eines Sommers« — und das nicht nur wegen River Phoenix. Aber er hätte auch ziemlich gut bei Frage 5 gepasst.

7. Was kochst du, wenn du Besuch hast?

Sommer oder Winter? Vegetarier_innen oder Veganer_innen dabei? Habe ich Zeit oder muss es schnell gehen? Na gut, einigen wir uns auf das beste Chili con Carne der Welt. Das Geheimnis? Eine Flasche dunkles Bier und ein halber Liter Coke. Beides kommt in den Topf.

8. Wonach roch deine Kindheit?

Nach frisch gemähtem Gras und Käsekuchen mit Mandarinen.

7. Wen würdest du gern aus seinem Amt/Beruf feuern?

Wen auch immer ich feuern würde — er oder sie würde ziemlich schnell ersetzt werden, denn ob Politiker_in, Vorstandsvorsitzende_r oder Militär: Sie alle spielen ja doch nur die Rolle von kleinen Zahnrädchen im großen System, und das wird meine Personalentscheidung nicht ändern. Und die Sachbearbeiterin meiner Krankenkasse zu feuern, brächte ich trotz allem nicht übers Herz.

8. Mit wem (außer deinem Partner) würdest du ein Buch schreiben?

Mit Kjell Westö.

9. Gibt es ein Handwerk, das du gerne lernen würdest?

Die Klais-Orgel in St. Stephan in Mainz. (Foto: )

Die Klais-Orgel in St. Stephan in Mainz. (Foto: Flickr/baritCC BY 2.0)

Ich wäre gerne Orgelbauer geworden. Als Fahrradkurier gehörte die Bonner Firma Klais, die einige der besten Orgeln der Welt gebaut hat, zu unseren Stammkunden. Die Atmosphäre in der Werkstatt, der Geruch nach Holz, die riesigen Pfeifen, die Geräusche und die Geschichte dieses Handwerks haben mich immer fasziniert — und wenn mir Philipp Klais in ein paar Jahren eine Ausbildungsstelle anbieten würde, könnte ich durchaus noch mal schwach werden. Als Pfarrerssohn ist die Orgel für mich ohnehin ein ganz besonderes Instrument, vor allem aber stelle ich mir das Glück unbeschreiblich vor, das Orgelbauer_innen fühlen, wenn sie die ersten Klänge aus einem ihrer Instrumente hören. Das würde ich gerne mal erleben.

10. Bist du eher Abenteurer oder Akademiker?

Ich erinnere mich an eine Hausarbeit, unter die meine Professorin den schönen Satz schrieb: »Herr Blaschke, Kunstgeschichte ist kein Feuilleton!« Insofern habe ich zum echten Akademiker wohl noch nie getaugt. Ob das im Gegenzug aber heißt, dass ich Abenteurer bin, bezweifle ich.

11. Ist das Internet Fluch oder Segen für dich?

Für mich ist das Internet Alltag. Ob der dann Fluch oder Segen ist, hängt zu einem großen Teil von den Menschen ab, mit denen ich ihn verbringe.

Durchgefavt: Best of die letzten 6 Monate

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Disclaimer: Es gab Beschwerden. Aus Sotschi. Da sitzen dieser Tage Menschen und langweilen sich. Und da sie offenbar schon lange geahnt haben, dass es so kommen würde, haben sie sich meine Durchgefavt-Rubrik seit sechs Monaten nicht durchgelesen. Alles aufgespart. Für diese öden olympischen Spiele. Und dann? Gibt es keine neuen Durchgefavt-Posts. Deshalb musste ich reagieren. Bitte schön:

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